Bänder aus Wollresten häkeln

Kreative Restverwertung: Bänder aus Wollresten häkeln (Anleitung) 

Bänder werden oft, gerne und an den unterschiedlichsten Stellen verwendet. So kommen bunte Stoffbänder bei diversen Bastelarbeiten zum Einsatz, werden zu hübschen Schleifen auf Geschenken drapiert oder zum dekorativen Accessoire für ein Plüschtier umfunktioniert.

Aber auch als Stirnband, integriert in Frisuren als Kopfschmuck oder als Henkel von Taschen werden Bänder genutzt. 

 

Wer regelmäßig häkelt, strickt und bastelt, sammelt im Laufe der Zeit allerlei Wollreste an und früher oder später stellt sich die Frage, wie diese Wollreste noch verarbeitet werden können. Hier schließt sich der Kreis, denn gerade Bänder sind eine ideale Möglichkeit für eine kreative Resteverwertung.

Dabei ist es nicht schwer und dauert auch nicht lange, Bänder zu häkeln. Dadurch eignen sich solche Häkelarbeiten hervorragend für Häkelanfänger und auch für Kinder, die auf diese Weise beispielsweise Stirnbänder für sich selbst und für ihre Puppen oder Halsbänder für ihre Plüschtiere anfertigen können.

Wie es geht, Bänder aus Wollresten zu häkeln und was dafür benötigt wird, erklärt die folgende Anleitung: 

Bänder aus Wollresten häkeln – das wird benötigt:

Um Bänder zu häkeln, werden zunächst Wollreste benötigt. Dabei können die Wollreste durchaus aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Lediglich Wolle, die sehr stark fusselt, ist für Bänder eher weniger geeignet. Ratsam ist zudem, darauf zu achten, dass die Wollreste ungefähr die gleiche Fadenstärke haben, denn andernfalls wird das Band an einigen Stellen schmaler und an anderen Stellen breiter.

Welche Farben für ein Band verwendet werden, bleibt natürlich dem eigenen Geschmack überlassen. Ist ein größerer Wollrest vorhanden, kann das Band in einer Farbe angefertigt werden. Schön sehen aber auch Bänder aus, die aus Wollresten in einem Farbton in unterschiedlichen Nuancen hergestellt sind.

Werden Wollreste in vielen unterschiedlichen Farben verwendet, entstehen entsprechend bunte, farbenfrohe Bänder. Neben den Wollresten werden eine Häkelnadel und eine Nähnadel benötigt. Die Häkelnadel wird anhand der verwendeten Wollreste ausgewählt, nahezu immer ist aber eine Häkelnadel der Stärke 2,5 geeignet.

Die Nähnadel wird verwendet, um zum Schluss die Fäden zu vernähen. 

Bänder aus Wollresten häkeln – so geht‘s:

Für die Bänder werden Luftmaschen angeschlagen und anschließend werden die Bänder aus festen Maschen gehäkelt. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Maschen recht fest und stramm gearbeitet werden, damit das Band später die nötige Stabilität hat. Um ein Band anzufertigen, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten, denn das Band kann sowohl quer als auch längs gehäkelt werden.

·         Wird das Band quer gehäkelt, wird eine ungerade Anzahl an Luftmaschen angeschlagen. Dabei entspricht die Länge der Luftmaschenkette der Breite des Bandes. In den folgenden Reihen werden dann feste Maschen gehäkelt. Dabei wird aber die erste Masche jeder Reihe weiterhin als Luftmasche gearbeitet, um die nötige Höhe zu erreichen. Wurden also beispielsweise neun Luftmaschen angeschlagen, bestehen die Reihen aus einer Luftmasche und acht festen Maschen. Nun wird in Reihen hin- und hergehäkelt, bis das Band die gewünschte Länge erreicht hat.

·         Wird das Band längs gehäkelt, werden so viele Luftmaschen angeschlagen, bis die Luftmaschenkette der gewünschten Länge des Bandes entspricht. Anschließend werden auch hier feste Maschen in Reihen gehäkelt, durch die das Band die beabsichtigte Breite erhält.

Allerdings gibt es bei dieser Variante zwei kleinere Nachteile. Zum einen ist es nicht ganz so einfach abzuschätzen, ob der verwendete Wollrest ausreicht, um eine ganze Reihe zu häkeln. Zum anderen ist es etwas schwieriger, die ursprünglich geplante Länge des Bandes nachträglich zu verändern. Hat das Band die gewünschte Länge oder Breite erreicht, wird es einmal rundherum umhäkelt.

Diese Maschenreihe erfüllt dabei zwei Funktionen. So entsteht durch die Umrundung ein sauberer, ordentlicher und gleichmäßiger Rand. Gleichzeitig können dadurch die Fäden von Farbwechseln kaschiert werden, indem diese einfach in den Rand gelegt und mit umhäkelt werden. Dadurch ist es dann auch nicht notwendig, diese Fäden alle einzeln zu vernähen, sondern es muss lediglich der eine Wollfaden der Randmaschen vernäht werden. 

Grundkurs für Anfänger: Luftmaschen, feste Maschen und Farbwechsel

Wie beschrieben werden für die Bänder Luftmaschen angeschlagen und anschließend feste Maschen in Reihen gehäkelt. Farb- und Wollwechsel erfolgen dabei immer am Ende einer Reihe. Für Anfänger hierzu noch ein kurzer Grundkurs:

·         Luftmaschen.

Für die erste Luftmasche wird die Wolle zu einer Schlaufe geformt. Anschließend wird der Faden, der zum Wollknäuel führt, mithilfe der Häkelnadel von hinten nach vorne durch die Schlinge gezogen.

Für die nächste Luftmasche wird nun die Häkelnadel von unten hinter den Faden geführt und der Faden wieder durch die eben entstandene Schlinge hindurch nach vorne geholt. Dies wird dann sooft wiederholt, bis die Luftmaschenkette die benötigte Länge erreicht hat. 

·         Feste Maschen.

Für eine feste Masche wird die Häkelnadel in eine Masche der Häkelarbeit eingestochen. Dadurch befinden sich nun zwei Schlingen auf der Häkelnadel. Mithilfe der Häkelnadel wird der Wollfaden dann durch diese beiden Schlingen gezogen.

Danach ist wieder nur noch eine Schlinge auf der Häkelnadel vorhanden und die feste Masche fertig. Für die nächste feste Masche wird die Häkelnadel wieder in eine Masche eingestochen und der Wollfaden erneut durch beide Schlingen gezogen.

·     Farbwechsel.

Wird die Wolle gewechselt, bleibt der bisherige Faden einfach hängen und die folgenden Maschen werden mit dem neuen Faden gehäkelt.

Später können die beiden Fäden dann mit einem kleinen Knoten gesichert und entweder vernäht oder durch Umhäkeln in Randmaschen versteckt werden.

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