Grundanleitung Webhäkeln

Grundanleitung für das Webhäkeln 

Das Webhäkeln gehört keineswegs zu den neuen Häkeltechniken, sondern ist schon seit langer Zeit bekannt. Lange Zeit war das Webhäkeln aber in Vergessenheit geraten und erfreut sich nur langsam steigender Beliebtheit.

Im Grunde genommen ist dies aber sehr schade, denn beim Webhäkeln handelt es sich um eine recht einfache Häkeltechnik, die jedoch sehr eindruckvolle und kreative Arbeiten ermöglicht.

Generell eignet sich das Webhäkeln für alle Werkstücke, die etwas dicker werden sollen, beispielsweise also Topflappen, Kissen, Decken, Taschen oder warme Westen und Jacken. 

 

Zudem bietet sich das Webhäkeln ideal dazu an, um Wollreste zu verarbeiten.

Hier nun eine Grundanleitung für das Webhäkeln, das letztlich nichts anderes ist als eine Art Filethäkelei, in die später weitere Fäden eingearbeitet werden:

       

Für das Webhäkeln werden Wolle in mindestens zwei unterschiedlichen Farben, eine Häkelnadel sowie eine Sicherheitsnadel benötigt.

       

Zunächst wird eine Reihe aus Luftmaschen angeschlagen, wobei diese Reihe um vier Luftmaschen für den ersten Mustersatz erweitert wird. Anschließend wird das gewählte Muster in jede zweite Luftmasche eingearbeitet.

Als einfaches Grundmuster bietet sich an, jeweils ein Stäbchen und eine Luftmasche zu arbeiten, allerdings sind der Phantasie hier keine Grenzen gesetzt und prinzipiell kann anstelle des Stäbchens auch jede andere Masche gehäkelt werden.

Das Grundmuster, durch das das Filetgitter entsteht, wird dann solange weitergearbeitet, bis das Werkstück die richtige Größe erreicht hat. Anschließend werden die Arbeit beendet und die Fäden vernäht.

       

Nun wird aus der Wolle in der zweiten Farbe eine sehr lange Luftmaschenkette gearbeitet, wobei es ratsam ist, den Anfangsfaden recht großzügig zu belassen, damit dieser später sicher vernäht werden kann.

Danach wird die Sicherheitsnadel an der Luftmaschenkette, die natürlich auch aus Wollresten gearbeitet werden kann, befestigt. Anschließend folgt der Teil, dem die Häkeltechnik ihren Namen verdankt, nämlich das Weben. Dazu wird die Luftmaschenkette mithilfe der Sicherheitsnadel durch die Luftmaschen der Häkelarbeit gefädelt.

Welches Webmuster dabei verwendet wird, bleibt der eigenen Phantasie und natürlich dem persönlichen Geschmack überlassen. So kann die Luftmaschenkette immer nur von einer Seite aus durch die Luftmaschen gezogen werden oder es werden unterschiedliche Muster eingewoben.

Zum Schluss werden der Anfang und das Ende der Luftmaschenkette vernäht, damit sich die eingewobene Luftmaschenkette nicht wieder herausziehen kann.

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