Häkelanleitung – witzige Mütze

Häkelanleitung für eine witzige Mütze

Spätestens wenn die Temperaturen sinken und der Wind zunehmend kälter ins Gesicht bläst, beginnt die Zeit der Mützen. Gleichzeitig sind Mützen hervorragende Projekte für Häkelarbeiten, denn sie lassen sich verhältnismäßig schnell und einfach anfertigen.

Eine Idee für eine Mütze, die sehr witzig aussieht und dabei auch für Anfänger geeignet ist, stellt die folgende Häkelanleitung vor. Dabei geht es um eine Mütze, die zunächst als einfacher Schlauch ohne Zu- und Abnahmen gehäkelt wird und ihre eigentliche Form dann durch das Zusammennähen der Oberseite erhält.

 

Die Materialien für eine witzige Mütze

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Die beiden wichtigsten Materialien für die Mütze sind Wolle und eine dazu passende Häkelnadel. Damit die Mütze schön warm wird, sollte am besten eine eher dicke Wolle verwendet werden. Ob die Mütze in einer oder in mehreren Farben angefertigt wird, bleibt dabei natürlich dem eigenen Geschmack überlassen.

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Beim Häkeln kann ein dünner, transparenter Elastikfaden eingearbeitet werden. Er hält die Mütze besser in Form und verhindert, dass sie im Laufe der Zeit ausleiert.

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Die Oberseite der Mütze wird genäht und hierfür wird eine Wollnähnadel benötigt.

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Soll die Mütze mit einer Quaste verziert werden, wird eine feste Unterlage, beispielsweise ein Buch, ein Holzbrettchen oder ein Kartonstreifen, benötigt. Für einen Bommel ist ein Stück Pappkarton erforderlich.

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Als weiteres Hilfsmittel kommt die Schere zum Einsatz.
 

Die Häkelanleitung für eine witzige Mütze

1. Schritt: das Häkeln

Für die Mütze wird als erstes eine Luftmaschenkette angeschlagen, deren Länge dem jeweiligen Kopfumfang entspricht. Um zu überprüfen, ob die richtige Länge erreicht ist, kann eine passende Mütze als Muster verwendet werden. Noch einfacher ist es aber, die Luftmaschenkette direkt an den Kopf anzulegen.

Ist die richtige Länge erreicht, werden die angeschlagenen Luftmaschen gezählt. Ist die Maschenzahl durch 3 teilbar, wird die Luftmaschenkette zu einem Ring geschlossen. Lässt sich die Maschenzahl nicht durch 3 teilen, werden zunächst so viele Maschen hinzugefügt, bis sich eine durch 3 teilbare Maschenzahl ergibt.

Die Mütze wird mit Stäbchen gehäkelt. Um ein Stäbchen zu häkeln, wird der Wollfaden einmal um die Häkelnadel gelegt und anschließend wird die Häkelnadel in die jeweilige Masche eingestochen. Damit sind nun drei Schlingen auf der Häkelnadel vorhanden, nämlich die Arbeitsschlinge, der Umschlag und die eben herausgezogene Schlinge. Diese drei Schlingen werden in zwei Schritten abgekettet. Dazu wird der Wollfaden mithilfe der Häkelnadel zuerst durch die beiden ersten Schlingen auf der Häkelnadel gezogen, danach dann durch die beiden verbliebenen Schlingen. Damit ist das Stäbchen fertig.

Für die Mütze werden nun ringsum alle Maschen als Stäbchen gearbeitet, bis der Schlauch die gewünschte Länge erreicht hat. Wer möchte, kann den Schlauch übrigens auch etwas länger häkeln als eigentlich benötigt und die Unterseite beim Tragen dann als Umschlag nach oben klappen. Zudem ist es möglich, einen transparenten Elastikfaden, der ein Ausleiern der Mütze verhindert, mit der Wolle mitlaufen zu lassen und mit einzuhäkeln.

Wenn die Häkelarbeit die erforderliche Länge erreicht hat, wird zum Abschluss eine Luftmasche gehäkelt. Anschließend wird der Wollfaden abgeschnitten und durch die Luftmasche gefädelt. Dadurch ist sichergestellt, dass sich die Arbeit nicht mehr auftrennen kann. Der Wollfaden sollte aber sehr großzügig abgeschnitten werden, um ihn zum Nähen weiterverwenden zu können. 

2. Schritt: das Nähen

Der besondere Clou der Mütze ist die Oberseite, die drei zipfelige Enden erhält. Hierfür werden die Maschen durch 3 geteilt und diese ermittelte Maschenzahl entspricht einem Ende. Besteht die Mütze beispielsweise aus 84 Maschen, werden für jedes Ende also 28 Maschen verwendet.

Um nun das erste zipfelige Ende zu nähen, werden die 14 Maschen rechts und links vom Faden abgezählt, aneinandergelegt und zusammengenäht. Für das nächste Ende werden die folgenden 28 Maschen abgezählt, in der Mitte zusammengeklappt, so dass wieder ein 14 Maschen breiter Doppelrand entsteht, und vernäht. Für den dritten Zipfel wird dies mit den 28 verbliebenen Maschen wiederholt.

[Grafik Mütze häkeln]

Vorlage Mütze Häkelanleitung

Anstelle von drei Enden kann die Mütze übrigens auch mit vier Zipfeln gestaltet werden. Die Vorgehensweise bleibt dabei im Wesentlichen gleich, nur dass die Maschenzahl durch 4 geteilt werden muss. 

3. Schritt: die Ausarbeitung

Im Grunde genommen ist die Mütze damit fertig. Wer möchte, kann nun aber noch eine Quaste oder einen Bommel anbringen. Dadurch sieht die Mütze noch etwas witziger aus und zudem ist immer klar, wo sich die Rückseite befindet. Für eine Quaste wird der Wollfaden mehrere Male um eine feste Unterlage wie ein Buch, ein Holzbrettchen oder einen breiten Kartonstreifen gewickelt.

Anschließend wird ein weiterer Wollfaden als spätere Aufhängung unter den aufgewickelten Fäden auf der Oberseite hindurchgefädelt und fest verknotet. Die Wollfäden auf der Unterseite werden nun aufgeschnitten. Zum Schluss werden die Wollfäden etwa 1 bis 2cm vom oberen Ende entfernt mit einem weiteren Wollfaden abgebunden und danach kann die Quaste an der Mütze befestigt werden. Für einen Bommel werden zwei Kreise aus Karton ausgeschnitten.

Aus den Kreisen werden anschließend zwei Innenkreise ausgeschnitten, so dass nun zwei gleichgroße Ringe vorhanden sind. Die Ringe werden aufeinandergelegt und dann werden so lange Wollfäden um die Ringe gewickelt, bis die Pappscheiben komplett bedeckt und die Innenkreise vollständig ausgefüllt sind. Danach werden die Wollfäden am äußeren Rand aufgeschnitten.

Nun wird ein weiterer, langer Wollfaden zwischen die beiden Pappscheiben gelegt, fest zusammengezogen und sicher verknotet. Anschließend werden die Pappscheiben entfernt, der Bommel noch etwas in Form geschnitten und an einem Zipfel der Mütze befestigt.

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