Tunesisch häkeln

Anleitung zum Tunesisch häkeln 

So mancher Fan der die unterschiedlichsten Arten zu häkeln einmal kennen lernen möchte, wird sicher auch von den tunesischen Häkelarbeiten gehört haben. Diese Art zu häkeln unterscheidet sich aber doch sehr von unseren klassischen Vorstellungen und auch im Werkzeug.

Um tunesisch zu häkeln braucht man eine spezielle Häkelnadel, wie diese Anleitung zeigt. Übertragen auf die „europäischen“ Verhältnisse, ist es eben eine Stricknadel mit Haken. Der Anfang beim tunesischen häkeln ist aber relativ einfach. Man braucht bloß eine kleine Reihe an Kettenmaschen, die ja zum Grundprogramm jedes Häklers gehören.

Will man sich zum Beispiel einen Schal häkeln, der 30 Maschen breit ist, macht man sich eine Kette mit 30 Maschen. Danach fangen die eigentlichen Unterschiede an. Durch die letzte Masche, die man auf der Häkelnadel hat, zieht man eine weitere Masche und lässt sie auf der Häkelnadel.

Tunesisch wird in Reihen gehäkelt

Dann greift man durch die nächste Masche in der Kette und zieht eine neue Masche auf die Häkelnadel. Das besondere an dieser Arbeit ist, dass die Maschen alle auf der Nadel bleiben und nicht wie bei der klassischen europäischen Häkelei abgekettet werden. Hat man dann am Ende der Reihe, wieder 30 Maschen auf seiner Häkelnadel, wird das Häkelstück nicht gedreht um die Reihe wieder zurück zu häkeln.

Bei diesem „Rückwärtsgang“ nimmt man einfach noch eine Schlaufe vom Faden auf und zieht diese Schlaufe durch die zwei „letzten“ Maschen, die man am Haken hat. Das wiederholt man so lange bis man nur noch eine einzige Masche auf der Nadel hat. Dann geht das ganze wieder von vorne los. Also der Grundsatz beim tunesisch häkeln ist, dass in „Reihen“ gehäkelt wird ohne die Handarbeit (wie z.B. beim Stricken) zu wenden. Bei den Hinreihen, bekommt man mit jedem „Stich“ eine Masche mehr auf der Nadel und auf dem Rückweg, wird es eben jedesmal eine Masche weniger.

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