Schmetterlinge häkeln – so geht’s

Schmetterlinge häkeln – so geht’s

Die farbenfrohen Schmetterlinge, die fröhlich durch die Gegend flattern, sind herrlich anzuschauen. Schließlich sehen ihre bunten Flügel mit den hübschen Mustern manchmal fast wie echte Kunstwerke aus.

Außerdem läuten die freundlichen Gesellen die warme Jahreszeit ein und sorgen so für gute Stimmung. Genau diese gute Stimmung lässt sich auch in die eigenen vier Wände holen. Wie? Mit gehäkelten Schmetterlingen!

Die kleinen Häkelarbeiten eignen sich prima als Deko für die Fenster oder den Tisch. Daneben können sie als Applikationen verwendet oder zu Broschen umfunktioniert werden.

 

Und wie Häkelschmetterlinge gefertigt werden können,
erklärt die folgende Anleitung!:

 

Die Materialien für gehäkelte Schmetterlinge

Die wichtigste Zutat für die Schmetterlinge ist natürlich Häkelgarn. Welches Garn verwendet wird, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen. Ratsam ist aber, ein etwas dickeres Garn zu verwenden, damit die Häkelarbeit stabil genug wird. Für besonders farbenfrohe Schmetterlinge können selbstverständlich auch verschiedene Wollreste verarbeitet werden.

Neben dem Garn werden noch eine Häkelnadel in passender Stärke, eine Wollnähnadel und die Schere benötigt.

 

Schmetterlinge häkeln – so geht’s

Für einen Schmetterling werden zuerst die Flügel gehäkelt. Anschließend wird der Körper samt Fühler gefertigt. Und zum Schluss werden die beiden Häkelteile zusammengenäht. Aber der Reihe nach!

 

  1. Schritt: die Flügel häkeln

Für die Flügel werden acht Luftmaschen angeschlagen und mit einer Kettmasche zum Ring geschlossen. Danach geht es in Runden weiter, und zwar so:

  1. Runde: Zuerst werden drei Luftmaschen gearbeitet. Danach folgen ein Stäbchen und zwei Luftmaschen in die erste Masche der Anschlagsreihe. In die sieben übrigen Maschen der Anschlagsreihe werden jeweils zwei Stäbchen und zwei Luftmaschen gehäkelt. Mit einer Kettmasche wird die Runde geschlossen.
  2. Runde: Die zweite Runde beginnt mit drei Übergangsluftmaschen. Danach folgen immer abwechselnd drei Luftmaschen und zwei Stäbchen. Dabei werden die Stäbchen jeweils in die Luftmaschen der Vorrunde gehäkelt. Um die Runde zu schließen, wird eine Kettmasche in die dritte Übergangsluftmasche gearbeitet.
  3. Runde: Auch die dritte Runde beginnt wieder mit drei Übergangsluftmaschen. Dann werden in jeden Luftmaschenbogen der Vorrunde drei Stäbchen, drei Luftmaschen und noch einmal drei Stäbchen gehäkelt. Mit einer Kettmasche in die dritte Übergangsluftmasche wird die Runde beendet.
  4. Runde: Nun werden in jeden Luftmaschenbogen der Vorrunde zwölf Stäbchen gehäkelt. Nach dem zwölften Stäbchen wird eine Kettmasche in den Zwischenraum zwischen den Dreier-Stäbchen-Gruppen der Vorrunde gearbeitet. Auf diese Weise entstehen acht runde Bögen. Wer die Bögen lieber etwas spitzer gestalten möchte, kann Luftmaschen zwischen die Stäbchen setzen. In diesem Fall können beispielsweise sechs Stäbchen, drei Luftmaschen und dann weitere sechs Stäbchen in die Luftmaschenbögen der Vorrunde gehäkelt werden. Auch hier wird eine Stäbchengruppe mit einer Kettmasche zwischen den Dreier-Stäbchen-Gruppen der Vorrunde beendet.
  5. Runde: In jede Masche der Vorrunde wird eine feste Masche gehäkelt.

Nach der Abschlussrunde wird der Faden abgeschnitten und auf der Rückseite vernäht. Im Moment sieht die Häkelarbeit eher wie eine Blume oder ein Häkeldeckchen aus. Doch wenn die Häkelarbeit einmal in der Mitte zusammengeklappt wird, lässt sich der Schmetterling schon erahnen.

 

  1. Schritt: den Körper häkeln

Der Körper des Schmetterlings mit seinen beiden Fühlern wird an einem Stück gearbeitet:

  • Zuerst werden 19 Luftmaschen angeschlagen.
  • Die erste Luftmasche dient als Wendeluftmasche und wird deshalb ausgelassen.
  • In die zweite Luftmasche werden fünf feste Maschen gehäkelt.
  • In die folgenden fünf Luftmaschen, also die Luftmaschen drei bis sieben, wird je eine Kettmasche gehäkelt. Damit ist der erste Fühler fertig.
  • Für den zweiten Fühler werden sieben neue Luftmaschen gehäkelt. An diesen Luftmaschen geht es direkt wieder zurück, und zwar genauso wie beim ersten Fühler. Auch hier wird die erste Luftmasche also ausgelassen. In die zweite Luftmasche werden fünf feste Maschen gehäkelt und danach folgen fünf Kettmaschen in die nächsten fünf Luftmaschen. Damit ist der Ausgangspunkt wieder erreicht und der zweite Fühler ist fertig.
  • Die übrigen Maschen der Luftmaschenkette sind für den Schmetterlingskörper vorgesehen. Dafür wird in jede Luftmasche eine feste Masche gehäkelt. Ist das untere Ende erreicht, wird mit einer Luftmasche gewendet. Danach geht es mit festen Maschen auf der anderen Seite der Luftmaschenkette wieder zurück an die Stelle, wo die Fühler beginnen.

Zum Schluss wird der Faden abgeschnitten und durch die letzte Masche gezogen. Dabei sollte der Faden großzügig abgeschnitten werden, denn er wird gleich noch zum Annähen gebraucht.

Tipp: Wer den Schmetterlingskörper nicht häkeln möchte, kann Chenilledraht verwenden.

 

  1. Schritt: den Schmetterling zusammennähen

Der Schmetterling ist schon fast fertig. Er muss jetzt nur noch zusammengenäht werden. Dazu werden die Flügel einmal in der Mitte zusammengeklappt und so hingelegt, dass die geschlossene Seite nach oben zeigt. Dann wird der Körper aufgelegt.

Er wird mittig auf den Flügeln und so positioniert, dass die Fühler an der geschlossenen Oberseite der Flügel in den Körper übergehen. Mit ein paar Stichen wird der Körper angenäht.

Wichtig dabei ist, mit der Nadel durch den Körper und beide Lagen der Flügel zu stechen. Andernfalls würde der Schmetterling wieder aufklappen. Dann muss nur noch der Nähfaden verknotet und abgeschnitten werden. Fertig!

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