Anleitung: eine Hülle fürs Smartphone häkeln

Anleitung: eine Hülle fürs Smartphone häkeln

Das Smartphone ist für viele zum treuen Begleiter im Alltag geworden. Eine schöne Hülle schützt das Lieblingsgerät vor Kratzern, Staub und Verschmutzungen und sorgt gleichzeitig für eine schöne Optik. Besonders schön ist die Hülle natürlich, wenn sie selbstgemacht ist.

In unserer Anleitung stellen wir eine Idee dafür vor. Dabei wird die Smartphone-Hülle in einem dekorativen Muster aus Stäbchen-Gruppen gearbeitet. Zwei geflochtene Bänder stellen sicher, dass das Smartphone nicht aus der Hülle herausfallen kann.

 

Die Materialien für die gehäkelte Smartphone-Hülle

  • Häkelgarn in einer oder mehreren Farben
  • Häkelnadel, passend zum Garn
  • Wollnähnadel
  • Schere und Maßband

Häkeln Handyhülle

Eine Hülle fürs Smartphone häkeln – so geht’s

Die Hülle wird in Runden von unten nach oben gehäkelt. Das Häkelmuster besteht aus Stäbchen, die zu dekorativen Gruppen zusammengefasst sind. In unserem Beispiel ergeben 18 Stäbchen und sechs Stäbchen-Gruppen eine Breite von 10 cm. Um eine knapp 8 cm breite Hülle zu bekommen, arbeiten wir deshalb mit 27 Maschen.

Je nach verwendetem Garn und Format des Smartphones ist aber natürlich möglich, dass mehr oder weniger Maschen benötigt werden. Aus diesem Grund empfiehlt sich, wie immer, eine Maschenprobe. Die Maschenzahl kann dann entsprechend angepasst werden. Wichtig ist nur, dass die Maschenzahl durch 3 teilbar ist. Sonst geht das Muster nicht auf.

 

Der Anfang

Für die Hülle wird locker eine Kette aus 27 Luftmaschen angeschlagen. Mit einer Kettmasche in die erste Luftmasche wird die Kette anschließend zum Ring geschlossen. Dann wird in jede Luftmasche ein Stäbchen gehäkelt.

 

Die 1. Runde

  • Die erste Reihe beginnt mit drei Luftmaschen, die ein Stäbchen ersetzen.
  • Nun wird in das nächste Stäbchen ein Stäbchen gehäkelt. Der Faden wird beim letzten Mal aber noch nicht geholt. Stattdessen bleibt die Schlinge zunächst auf der Nadel. Dann wird in das folgende Stäbchen ein Stäbchen gearbeitet. Beim letzten Mal wird der Faden dann durch alle drei Schlingen auf der Häkelnadel gezogen.
  • In das nächste Stäbchen werden zwei Luftmaschen und ein Stäbchen gehäkelt. Wie zuvor wird der Faden beim letzten Mal aber noch nicht geholt. Stattdessen bleiben zwei Schlingen auf der Nadel. Nun wird in das folgende Stäbchen ein Stäbchen gehäkelt. Auch hier wird der Faden beim letzten Mal nicht geholt. Damit befinden sich jetzt drei Schlingen auf der Nadel.

Anschließend wird wieder ein Stäbchen in das nächste Stäbchen gehäkelt. Und jetzt wird der Faden beim letzten Mal durch alle vier Schlingen auf der Nadel gezogen. Damit sind die drei Stäbchen zu einer Stäbchen-Gruppe zusammengefasst.

Der eben beschriebene Arbeitsschritt wird bis zum Ende der Runde wiederholt. Eine Stäbchen-Gruppe beginnt also mit zwei Luftmaschen. Dann folgen drei Stäbchen in die drei nächsten Stäbchen, wobei der Faden beim letzten Mal nicht geholt wird. Erst nach dem dritten Stäbchen wird der Faden durch alle vier Schlingen gleichzeitig gezogen.

Bei 27 Maschen sind so am Ende der Runde neun Stäbchen-Gruppen mit je zwei Luftmaschen dazwischen vorhanden. Die Runde endet mit zwei Luftmaschen und einer Kettmasche in die erste Stäbchengruppe am Rundenanfang. Dann wird die Arbeit gewendet und es geht auf der Rückseite weiter.

 

Die 2. Runde

  • Die zweite Runde beginnt mit einer Kettmasche um den ersten Luftmaschenbogen.
  • Anschließend folgen drei Luftmaschen, die ein Stäbchen ersetzen.
  • Dann wird ein Stäbchen in den ersten Luftmaschenbogen gehäkelt. Der Faden wird beim letzten Mal aber noch nicht geholt, so dass zwei Schlingen auf der Nadel verbleiben. Dann folgt ein weiteres Stäbchen in denselben Luftmaschenbogen. Beim letzten Mal wird der Faden geholt und durch alle drei Schlingen auf der Nadel gezogen.

Um den nächsten Luftmaschenbogen werden zwei Luftmaschen und eine Stäbchengruppe gehäkelt. Die Stäbchengruppe wird wie in der ersten Runde beschrieben, gearbeitet. Das heißt: In den Luftmaschenbogen wird ein Stäbchen gehäkelt, der Faden wird beim letzten Mal aber nicht geholt und die Schlinge bleibt auf der Nadel.

Dann folgt ein weiteres Stäbchen in denselben Luftmaschenbogen. Auch hier wird der Faden beim letzten Mal nicht geholt und es bleiben drei Schlingen auf der Nadel. Anschließend folgt ein drittes Stäbchen in denselben Luftmaschenbogen. Wenn der Faden dann beim letzten Mal geholt wird, wird er durch alle vier Schlingen auf der Nadel gezogen. Damit sind die drei Stäbchen zu einer Gruppe zusammengehäkelt.

Dieser Arbeitsschritt wird bis zum Ende der Runde wiederholt. In alle folgenden Luftmaschenbogen werden also jeweils zwei Luftmaschen und eine Stäbchen-Gruppe gehäkelt. Die Runde endet mit zwei Luftmaschen und einer Kettmasche in die erste Stäbchen-Gruppe. Die Häkelarbeit wird nun wieder gewendet.

 

Die 3. und die folgenden Runden

Die dritte und alle weiteren Runden werden wie die zweite Runde gehäkelt. Dabei wird die Häkelarbeit nach jeder Runde gewendet. Es wird also abwechselnd einmal auf der Vorderseite und einmal auf der Rückseite gearbeitet. Und es wird solange weitergehäkelt, bis die Hülle die gewünschte Länge erreicht hat.

 

Die letzte Runde

Die letzte Runde beginnt mit einer Luftmasche und einer Kettmasche um den ersten Luftmaschenbogen.

Der nächste Luftmaschenbogen wird mit vier Luftmaschen, einem Stäbchen in die vierte Luftmasche ab der Nadel und einer festen Masche umhäkelt. Dieses Schema aus vier Luftmaschen, einem Stäbchen in die vierte Luftmasche und einer festen Masche wird bis zum Ende der Runde bei allen folgenden Luftmaschenbögen wiederholt.

Zum Schluss wird die Häkelarbeit mit einer Kettmasche und einer Luftmasche in die erste Luftmasche der Runde beendet. Dann kann der Faden abgeschnitten und vernäht werden.

 

Das Fertigstellen

Noch ist die Hülle weniger einer Hülle, sondern vielmehr ein Schlauch. Doch das ändert sich nun. Denn jetzt wird die Hülle am Boden zusammengenäht. Wird beim Zusammennähen immer das äußere Maschenglied der Außenmaschen erfasst, wird die Naht schön flach.

Als nächstes werden sechs etwa 50 cm lange Fäden abgeschnitten und an einem Ende miteinander verknotet. Dann werden je zwei Fäden zusammengenommen. Dadurch ergeben sich drei Stränge, die zu einem Zopf miteinander verflochten werden. Am Ende wird der Zopf wieder mit einem Knoten gesichert. Auf die gleiche Art wird ein zweiter Zopf geflochten.

Nun wird der erste Zopf auf der rechten Seite der Hülle durch eine Lücke in der obersten Runde mit Stäbchen-Gruppen gesteckt. Dann wird er einmal rundherum im Uhrzeigersinn durch die Häkelarbeit durchgefädelt, bis der Ausgangspunkt wieder erreicht ist. Der zweite Zopf wird genauso durchgefädelt. Allerdings wird er an der linken Seite angesetzt und gegen den Uhrzeigersinn eingearbeitet. Wenn nun an den Enden der beiden Zöpfe gezogen wird, zieht sich der Rand zusammen und die Hülle ist verschlossen.

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Thema: Anleitung: eine Hülle fürs Smartphone häkeln

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Gabi Neidel

Hallo, mein Name ist Gabi und ich bin 1968 geboren. Meine Töchter und ich schreiben hier für euch diverse Anleitungen, Übungen und Tipps zum Thema Häkeln. Häkelarbeiten und Handarbeiten waren schon berufsbedingt mein Steckenpferd, als Inhaberin eines kleinen Handarbeitsladen für Wolle und Co. So hoffe ich von Groß bis Klein, jeden die verschiedensten Häkeltechniken nahe zu bringen.

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