Anleitung für ein gehäkeltes Kuscheltier

Anleitung für ein gehäkeltes Kuscheltier

 

Sowohl Kinder als auch Erwachsene freuen sich über ein kleines Kuscheltier. Während es für Erwachsene als originelles Mitbringsel oder als Glücksbringer dienen kann, können Kinder mit dem Kuscheltier kuscheln und spielen.

Das Häkelprojekt, das wir in der folgenden Anleitung vorstellen, bietet aber noch einen weiteren Vorteil. Da es sehr lange und dünne Arme und Beine hat, können die Kids nämlich üben, Knoten zu machen. Nebenbei kann das Kuscheltier an den verschiedensten Stellen festgebunden werden, an der Türklinke oder am Bettpfosten beispielsweise genauso wie an einer Schlaufe vom Hosenbund oder dem Henkel einer Tasche. Dadurch geht das Kuscheltier nicht verloren. Nicht zuletzt können sich Häkelfans kreativ austoben und witzige Tiere gestalten, die so garantiert einmalig sind.

 

Die Materialien für ein gehäkeltes Kuscheltier

  • Garn nach Wunsch
  • Häkelnadel, passend zum Garn
  • etwas Füllwatte zum Ausstopfen
  • Schere, Nadel und Faden

 

Die Anleitung für ein gehäkeltes Kuscheltier

 

Was die Größe angeht, so kann beliebig variiert werden. Je nachdem, für wen das Kuscheltier gedacht und wie viel Wolle vorhanden ist, kann es also größer oder kleiner ausfallen. Die angegebenen Maschen- und Rundenzahlen sind insofern nur ein Vorschlag, damit die Anleitung anschaulicher und nachvollziehbarer wird.

Wird das Kuscheltier mit diesen Maßen angefertigt, entsteht ein kleines, zierliches Kuscheltier, das sich prima für kleine Kinderhände oder als witziges Mitbringsel eignet. Nun aber genug der Vorworte, hier die Anleitung Schritt für Schritt.

 

1. Schritt: den Kopf und den Körper häkeln

Für den Kopf und den Körper des Teddys werden 24 Luftmaschen angeschlagen und mit einer Kettmasche zum Ring geschlossen. Anschließend werden in Runden feste Maschen gehäkelt. Dabei wird auf jede Masche der jeweiligen Vorreihe jeweils eine feste Masche gearbeitet, pro Runde also 24 feste Maschen. Nach und nach entsteht so ein schlauchartiges Häkelstück.

Nach etwa 30 Runden sind der Kopf und der Körper fertig und der Faden wird abgeschnitten. Dabei kann der Faden ruhig großzügig abgeschnitten werden, denn so kann er später zum Einsatz kommen, um die Naht zu schließen.

Das Kuscheltier wird in Runden von oben nach unten gehäkelt. Die Wendeluftmaschen am Anfang und Ende jeder Reihe fallen deshalb weg. Stattdessen werden die Maschen fortlaufend gehäkelt, so dass eine Art Schlauch entsteht. Wer möchte, kann sich den Beginn jeder Runde mit einem Maschenmarker oder einem Stück Faden markieren. Unbedingt notwendig ist das aber nicht, denn das Kuscheltier muss nicht ganz präzise gearbeitet werden.

 

  1. Schritt: die Beine häkeln

Für das erste Bein werden 12 Luftmaschen angeschlagen und mit einer Kettmasche zum Ring geschlossen. Dann werden wieder Runden gehäkelt, beim Bein sind es 12 feste Maschen pro Runde. Nach etwa 60 Runden ist das erste Bein fast fertig.

Nun folgen nur noch ein paar Abnahmerunden, damit das Bein später einen schöneren Abschluss hat. Bei den Abnahmerunden wird pro Runde eine Masche abgenommen. Dies wird sechs Mal wiederholt, so dass dann noch 6 Maschen übrig sind. Über diese 6 Maschen werden noch einmal 6 feste Maschen gehäkelt, dann wird der Faden großzügig abgeschnitten. Das zweite Bein wird genauso gearbeitet.

 

  1. Schritt: die Arme häkeln

Die Arme werden im Prinzip genauso gehäkelt wie die Beine, allerdings mit weniger Maschen und ein wenig kürzer. Für den ersten Arm werden 10 Luftmaschen angeschlagen und mit einer Kettmasche zum Ring geschlossen. Dann werden etwa 50 Runden mit jeweils 10 festen Maschen gehäkelt. Anschließend folgen 5 Abnahmerunden, bei denen jeweils eine Masche pro Runde abgenommen wird. Über die verbliebenen 5 Maschen wird noch eine Runde aus festen Maschen gehäkelt. Damit ist der erste Arm fertig und der zweite Arm wird genauso angefertigt.

 

  1. Schritt: das Kuscheltier fertig stellen

Nun sind ein dickerer, kurzer Schlauch für den Kopf und den Körper, zwei lange, dünne Schläuche für die Beine und zwei etwas kürzere, dünne Schläuche für die Arme vorhanden. Diese fünf Häkelschläuche werden nun zum Kuscheltier zusammengesetzt:

Begonnen wird mit dem dicken Schlauch, der den Kopf und den Körper ergibt. Dieser Schlauch wird gewendet, so dass die spätere Außenseite innen liegt. Dann wird die obere Kante zugenäht. Die untere Kante wird ebenfalls verschlossen, allerdings vorerst nur etwa zur Hälfte. Anschließend wird der Schlauch gewendet, so dass nun wieder die schöne Seite nach außen zeigt. Nun wird der Schlauch mit Füllwatte ausgestopft, danach kann auch die Öffnung verschlossen werden.

Das Häkelstück sieht jetzt noch eher aus wie ein kleines Kissen und nicht unbedingt wie Kopf und Körper eines Kuscheltiers. Das ändert sich jetzt. Nun wird nämlich ein Stück Garn etwas oberhalb der Mitte durch das Häkelstück gefädelt und fest zusammengezogen. Dadurch entsteht eine Art Halslinie, die den Kopf vom Körper trennt. Die Enden des Garns werden fest miteinander verknotet und möglichst kurz abgeschnitten. Für die Ohren werden auf beiden Seiten zwei diagonale Fäden durch den Kopf gefädelt, fest zusammengezogen und gut verknotet.

Mit etwas Garn in einer anderen Farbe werden nun noch die Augen, die Nase und der Mund aufgestickt.

Jetzt geht es mit den Beinen weiter. Hier werden die beiden Schläuche am unteren Ende zusammengenäht. Die Beine können entweder mit ganz wenig Füllwatte ausgestopft werden oder auch leer, also ungefüllt bleiben. Dann werden die beiden Beine an der Unterseite des Körpers festgenäht.

Die Schläuche für die Arme werden ebenfalls am unteren Ende zugenäht. Mit wenig Füllwatte befüllt oder ungefüllt belassen, werden die Arme unterhalb der Halslinie angenäht.

Damit ist das Kuscheltier fertig.

 

Mehr Häkelanleitungen, Vorlagen und Tipps:

Thema: Anleitung für ein gehäkeltes Kuscheltier

 

Teilen:

Kommentar verfassen