Vergleich von Wolltypen

Der Vergleich von Wolltypen und Basisgarnen 

Um Wolle zu gewinnen, werden Tiere geschoren, was dann als Schurwolle bezeichnet wird, oder ausgekämmt, wie beispielsweise die Kaschmirziege oder das Angorakaninchen. Bei einigen Schafrassen werden die schon fast losen Haare, für die Tiere schmerzfrei, gezupft. Wolle, die von Angoraziegen stammt, wird Mohair genannt.

 

Grundsätzlich unterscheidet man die Wolltypen nach ihrer Faserbeschaffenheit. Merinowolle, die vom Merinoschaf stammt, ist fein, weich und stark gekräuselt. Im Vergleich dazu ist Crossbredwolle mittelweich, weniger weich, nicht so stark gekräuselt und außerdem mittelstapelig. Cheviotwolle ist eine grobe, derbe, langstapelige Wolle, die eher glänzt und wenig oder nicht gewellt ist.

Die gewonnene Wolle wird gewaschen, gekämmt, meist farblich behandelt und anschließend zu Garn versponnen. Einige Wollarten werden zudem mit chemischen Stoffen behandelt, um sie gegen das Verfilzen oder vor Mottenbefall zu schützen. Strick- und Häkelgarne bestehen häufig auch aus einem Gemisch von Wolle und Kunstfasern. Das besondere an Handarbeitsgarnen ist, dass sie häufig eine nicht so starke Spinn- und Zwirndrehung wie Garne für maschinelle Weiterverarbeitung aufweisen.  

Basisgarne und Effektgarne 

Bei Handarbeitswolle unterscheidet man lineare Basis- und Effektgarne. Lineare Basisgarne sind eher glatte Garne, meist aus Wolle und Polyamid, während Effektgarne durch besondere Herstellungsverfahren oder durch das Verzwirnen mehrfarbiger Garne eine bestimmte Oberflächenstruktur aufweisen. Häufig werden hierbei Chemiefasern verwendet, beispielsweise bei Metallicgarnen.

Unser Tipp: 

Wer für seine Häkelarbeit eine besondere Wolle verwenden möchte, kann sich die dafür benötigte Wolle selbst einfärben. Dazu benötigt man lediglich Wolle und Farben für Ostereier. Die Farbe in Tablettenform wird in heißem Wasser aufgelöst, wobei dem Wasser zur Fixierung vier bis fünf Esslöffel Essig zugefügt werden. Damit sich die Farbe gleichmäßig verteilen kann, wird die Wolle in Stränge gewickelt und für mindestens eine halbe Stunde in dem Farbwasser eingeweicht.

Alternativ kann auch Farbbäder auch aus Pflanzen herstellen und die Wolle mit Zwiebelschalen oder schwarzem Tee braun oder mit Birkenblätter gelbgrün färben. Vor dem Färben mit Pflanzen sollte man die Wolle jedoch mit einem Wasser- und Essigbad auf die Farbaufnahme vorbereiten.

Hier mal ein Video über die traditionelle Wollverarbeitung auf Sardinien:

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Thema: Wolle und Garne

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