Anleitung – Früchte häkeln

Anleitung: Früchte häkeln 

Natürlich können nützliche und praktische Dinge wie Topflappen, Deckchen, Gardinen oder Kissenhüllen und Kleidungsstücke wie Pullover, Schals, Mützen oder Socken gehäkelt werden. Es spricht aber auch nichts dagegen, einmal rein dekorative Dinge anzufertigen.

Hierzu gehören beispielsweise gehäkelte Früchte, die sowohl als Dekoration auf dem Esstisch als auch als nettes Accessoires an Gläsern und Flaschen mit selbstgekochter Marmelade, Apfelmus oder Fruchtlikören befestigt werden können.

 

Da die Früchte recht klein sind, bieten sich die Arbeiten ganz nebenbei auch hervorragend dazu an, um Wollreste zu verarbeiten. In der folgenden Anleitung geht es dabei um einen gehäkelten Apfel.

Diese Anleitung ist aber eine Art Grundanleitung und kann durch kleine Anwandlungen auch als Basis für andere Früchte verwendet werden. Zudem wird ausschließlich mit Luftmaschen und festen Maschen gearbeitet, so dass die Idee auch für Anfänger geeignet ist. 

Anleitung für einen gehäkelten Apfel

Die Materialien:

Der Apfel wird aus roter, gelber oder grüner Wolle gehäkelt. Für den Stiel wird ein brauner Pfeifenreiniger und für das Blatt etwas dunkelgrüne Wolle benötigt. Außerdem kommen eine zur Wolle passende Häkelnadel und Bastelwatte oder ein anderes Füllmaterial zum Einsatz.  

So geht‘s:·        

Für den Apfel werden zwei Luftmaschen angeschlagen.

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In die erste Luftmasche werden dann sechs feste Maschen gehäkelt und mit einer Kettmasche zur Runde geschlossen. Ab jetzt wird in Runden gehäkelt. Dafür wird jede Runde mit einer Kettmasche beendet und jede neue Runde mit einer Luftmasche begonnen.

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In der zweiten Runde werden neue Maschen aufgenommen. Um neue Maschen aufzunehmen, wird zweimal in die jeweilige Masche der Vorrunde eingestochen. In eine Masche werden also jeweils zwei Maschen gehäkelt. Dabei wird in der zweiten Runde jede zweite Masche verdoppelt. Es wird also eine feste Masche gehäkelt, in die nächste Masche werden zwei feste Maschen gearbeitet, dann folgt wieder eine feste Masche und die nächste Masche wird wieder zweimal gearbeitet. Nach der zweiten Runde besteht die Häkelarbeit dadurch aus neun Maschen.

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In den drei folgenden Runden wird dies wiederholt. Auch hier wird somit wieder jede zweite Masche verdoppelt, so dass nach der fünften Runde 28 Maschen vorhanden sind.

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Diese 28 Maschen werden nun vier Runden lang ganz normal ohne weitere Zunahmen gehäkelt.

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Ab der zehnten Runde werden Abnahmen gearbeitet, damit der Apfel seine runde Form erhält. Abnahmen werden gehäkelt, indem zwei Maschen als eine Masche gehäkelt werden. Das bedeutet, mit der Häkelnadel wird in eine Masche eingestochen. Diese Schlinge bleibt dann einfach auf der Häkelnadel liegen und es wird gleich in die nächste Masche eingestochen.

Nun wird eine ganz normale feste Masche gehäkelt, nur dass dabei der Faden durch alle Schlingen auf der Nadel gleichzeitig gezogen wird. In der zehnten Runde wird, genauso wie bei den Zunahmen, jede zweite Masche abgenommen. Es wird also wieder jeweils eine Masche als feste Masche gehäkelt, die beiden nächsten Maschen werden als eine Masche gearbeitet, dann folgt wieder eine normale Masche und danach werden wieder zwei Maschen als eine Masche abgehäkelt.

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Nach diesem Schema geht es auch in den drei folgenden Runden weiter, so dass dann wieder wie zu Beginn nur noch sechs Maschen vorhanden sind.

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Zwischenzeitlich wird der Apfel ausgestopft, denn zum Ende der Arbeit ist die Öffnung recht klein und das Ausstopfen wird dadurch etwas schwieriger. 

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Dann wird der Arbeitsfaden großzügig abgeschnitten und die kleine Öffnung damit sorgfältig vernäht. Gleichzeitig wird dabei der braune Pfeifenreiniger als Stiel eingearbeitet.

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Für das Blatt des Apfels werden vier Luftmaschen angeschlagen. In der nächsten Reihe werden vier feste Maschen in die Luftmaschen gearbeitet. Dann folgt eine Reihe, in der die Maschenzahl auf sechs Maschen erhöht wird. In der Rückreihe werden diese sechs Maschen ganz normal gehäkelt.

Dann folgt erneut eine Reihe mit Zunahmen, und zwar wird die Maschenzahl jetzt auf acht Maschen erhöht. Diese acht Maschen werden drei weitere Reihen lang gehäkelt. Anschließend wird das Blatt gegengleich beendet. Die beiden nächsten Reihen bestehen somit wieder aus sechs Maschen, die beiden letzten Reihen aus vier Maschen.

Das Blatt wird anschließend unmittelbar neben dem Stiel an dem Apfel festgenäht.  

Mögliche Abwandlungen:

Nach dem gleichen Prinzip wie der Apfel können auch Kirschen gehäkelt werden. Allerdings werden die Kirschen etwas kleiner gearbeitet. Dies ist dadurch möglich, dass mit sehr dünner Wolle gearbeitet wird. Genauso kann aber auch die Anzahl der Runden reduziert werden.

Das bedeutet, es werden nur drei Runden mit Zunahmen, drei Runden über alle Maschen und drei Runden mit Abnahmen gehäkelt. Jeweils zwei Kirschen werden dann mit einem braunen Pfeiferreiniger, der in der Mitte geknickt wird, miteinander verbunden.Möglich ist auch, eine Birne zu häkeln. In diesem Fall wird bis zur zehnten Reihe wie beim Apfel gearbeitet. Anschließend folgen zwei bis vier weitere Runden über alle Maschen.

Danach erst beginnen die Abnahmen. Zwischen den Abnahmen werden aber jeweils zwei Runden über die jeweilige Maschenzahl gehäkelt. Dadurch wird der obere Teil der Birne länger und läuft etwas spitzer zu. Für eine Erdbeere wird ebenfalls begonnen wie beim Apfel, nur die Zu- und die Abnahmen werden etwas anders gearbeitet. In der zweiten Runde werden keine neuen Maschen aufgenommen.

Erst ab der dritten Runde beginnen die Zunahmen. Dabei wird in der dritten Runde jede zweite Masche, in der vierten Runde jede dritte Masche und in der fünften Runde jede vierte Masche verdoppelt. Dann folgen fünf Runden, in denen jede fünfte Masche verdoppelt wird. Nach drei Runden ohne Zunahmen folgen die Abnahmen. Dafür wird in den folgenden vier Runden jede vierte Masche und in den beiden nächsten Runden erst jede dritte und dann jede zweite Masche abgenommen.

Mit etwas gelbem Garn werden zum Schluss dann kleine Noppen auf die Erdbeere genäht.Wer eine Banane häkeln möchte, kann genauso vorgehen wie bei der Erdbeere. Allerdings wird hier der Mittelteil, also der Teil ohne Zu- und Abnahmen, sehr viel länger gehäkelt.

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