Anleitung für Broomen – Schlingenhäkelei

Anleitung für das Broomen (Schlingenhäkelei mit Besenmuster) 

Das Broomen ist eine Variante der Schlingenhäkelei und findet sich in einigen Handarbeitsbüchern auch unter der Bezeichnung Besenmuster. Dies ist insofern auch durchaus nachvollziehbar, als dass das Wort “broom” aus dem Englischen kommt und übersetzt schlichtweg Besen bedeutet.

Wie alle Varianten der Schlingenhäkelei eignet sich auch das Broomen für Ränder, Borten und Besätze, genauso aber, um Kissen, Decken, Taschen oder Kleidungsstücke zu fertigen.

 

Das Besenmuster erzeugt tolle Effektive, sieht aber wesentlich schwieriger aus, als es ist.

   

Hier nun die Anleitung:

       

Zum Broomen werden weiche Wolle, die durchaus auch dicker sein darf, eine passende Häkelnadel und ein Hilfsgerät benötigt. Als Hilfsgerät eignen sich eine dickere Stricknadel, ein Stift, der Stiel eines Holzlöffels oder notfalls auch ein Streifen aus festerer Pappe. Der Umfang des Hilfsmittels entspricht später der Größe der Schlingen, das heißt, je dicker das Hilfsgerät ist, desto größer werden auch die Schlingen.

       

Als erster Schritt wird eine Kette aus Luftmaschen gehäkelt. Wie lang die Kette ist, hängt natürlich davon ab, was hergestellt werden soll, grundsätzlich sollte die Anzahl der Maschen aber durch fünf teilbar sein.

       

Nun wird der letzten Luftmasche so viel Faden gegeben, dass sie über das Hilfsgerät gezogen werden kann. Danach kommen auch alle anderen Luftmaschen auf das Hilfsgerät, das bedeutet, es wird in jede Luftmasche eingestochen und die Schlinge auf das Hilfsgerät gezogen.

       

Die Reihe beginnt nun mit drei Luftmaschen. Anschließend werden jeweils fünf Schlingen von dem Hilfsgerät gezogen, diese von links nach rechts gedreht und fünf feste Maschen hineingehäkelt. Auf diese Weise wird bis zum Ende der Reihe weitergearbeitet.

       

Jetzt wird die letzte Masche wieder so lang gezogen, bis sie auf über das Hilfsgerät gestülpt werden kann. Für die nächste Reihe werden die Schlingen wieder alle auf das Hilfsgerät gehoben, indem sie durch die festen Maschen gezogen werden.

       

Je nachdem, wie groß das Werkstück werden soll, folgen nun immer im Wechsel eine Reihe mit jeweils drei Luftmaschen und fünf festen Maschen und das Aufziehen der Schlingen auf das Hilfsgerät.

       

Variationen ergeben sich daraus, welches Garn verwendet wird und wie dick das Hilfsgerät ist. Je feiner das Häkelgarn ist, desto feinere Spitzen entstehen. Daneben kann das Muster dadurch abgeändert werden, dass anstelle von festen Maschen Stäbchen gehäkelt werden. In diesem Fall sollte die Reihe aber nicht mit drei, sondern mit vier Luftmaschen beginnen.

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