Anleitung Windlichter mit Häkelkleid

Idee zum Nacharbeiten: Anleitung – Windlichter mit Häkelkleid 

Kerzen und Windlichter haben eigentlich das ganze Jahr über Saison. Während sie in der kalten und dunklen Jahreszeit für eine sanfte Beleuchtung und eine gemütliche Atmosphäre sorgen, zaubern sie im Sommer ein stimmungsvolles und romantisches Ambiente auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten.

 

Dabei gibt es derzeit einen sehr dekorativen Trend, die Windlichter erhalten nämlich ein Häkelkleid. Die wollene Hülle verleiht den Windlichtern eine tolle Optik und wirkt sich gleichzeitig auf den Kerzenschein aus. Windlichter im Häkelkleid sind in den verschiedensten Größen, Formen und Farben erhältlich, mitunter aber ganz schön teuer. Dabei lassen sich die dekorativen Leuchtkörper recht einfach selbst herstellen. Viel mehr als ein einfaches Glasgefäß, etwas Wolle, eine passende Häkelnadel und ein wenig Zeit braucht es nämlich nicht.

Und wie es geht, erklärt die folgende Anleitung als Idee zum Nacharbeiten:  

Windlichter mit ganz schlichtem Häkelkleid

Ein ganz schlichtes Häkelkleid wird aus festen Maschen gearbeitet. Dafür wird zuerst eine Luftmaschenkette gehäkelt. Die Anzahl der Luftmaschen hängt davon ab, wie groß das Windlicht ist. Generell sollte die Luftmasche so lang sein, dass sie gerade so um das Glas gelegt werden kann. Das Häkelkleid sollte später nämlich eher straff sitzen, wobei sich das Wollgewebe auch noch etwas dehnen lässt.

Die Luftmaschenkette wird nun mit einer Kettmasche zum Ring geschlossen. Danach wird Runde für Runde in jede Masche der Vorrunde jeweils eine feste Masche gehäkelt. Damit die Häkelarbeit gerade bleibt, wird jede Reihe mit einer Luftmasche abgeschlossen. Ist die gewünschte Höhe erreicht, wird der Faden abgeschnitten und vernäht. Danach kann das Häkelkleid auch schon über das Windlicht gestülpt werden.

Durch feste Maschen entsteht ein recht dichtes Gewebe. Deshalb sieht es sehr schön aus, wenn das Häkelkleid nur die untere Hälfte des Glases verdeckt. Dadurch ist die Kerze oder das Teelicht kaschiert, der Kerzenschein ist aber gut zu sehen und kann seine Wirkung entfalten.

Wer möchte, kann das schlichte Häkelkleid noch etwas ausschmücken, beispielsweise indem er Perlen oder Knöpfe aufnäht, eine Blüte anbringt oder ein Band zu einer chicen Schleife bindet. 

Windlichter mit Hülle mit Häkelmuster

Wird anstelle von festen Maschen mit anderen Maschen gearbeitet, entstehen dekorative Häkelmuster. Dabei gibt es unzählige Möglichkeiten, denn neben den unterschiedlichen Maschen als solches können auch mehrere Maschenarten miteinander kombiniert werden. So ergeben sich dann immer wieder neue Muster in unterschiedlicher Optik.

Als Anregung hier drei Häkelmuster, die auch Anfänger gut umsetzen
können und die sich prima für Windlichthüllen eignen:

1.       Häkelmuster aus halben Stäbchen.

Für ein halbes Stäbchen wird als erstes ein Umschlag gearbeitet. Umschlag bedeutet, dass der Faden einmal um die Häkelnadel geschlungen wird, so dass dann eine weitere Schlinge auf der Häkelnadel liegt. Anschließend wird die Häkelnadel in die Masche der Vorrunde eingestochen und als Schlinge herausgezogen. Auf der Häkelnadel sind damit drei Schlingen vorhanden.

Jetzt wird der Faden mithilfe der Häkelnadel durch alle drei Schlingen auf einmal gezogen. Damit ist das halbe Stäbchen fertig. Reihum wird das gesamte Häkelkleid aus solchen halben Stäbchen gehäkelt.

Am Ende jeder Reihe müssen aber zwei Luftmaschen eingefügt werden, um die Höhe auszugleichen. Durch die halben Stäbchen entsteht ein Muster, das ähnlich aussieht wie ein Muster aus festen Maschen, allerdings weniger dicht und fest ist.

2.       Gittermuster aus Stäbchen und Luftmaschen.

Ein sehr schönes Lochmuster, das optisch an ein Gitter erinnert, kann aus Stäbchen und aus Luftmaschen gehäkelt werden. Um ein Stäbchen zu häkeln, wird mit einem Umschlag begonnen. Danach wird die Häkelnadel in die Masche der Vorrunde eingestochen und als Schlinge herausgezogen.

Die drei Schlingen, die sich jetzt auf der Häkelnadel befinden, werden in zwei Schritten abgekettet. Das bedeutet, der Faden wird zuerst durch die beiden ersten Schlingen auf der Häkelnadel gezogen und danach durch die beiden verbliebenen Schlingen.

Für das Gittermuster werden immer abwechselnd ein Stäbchen und eine Luftmasche gehäkelt. In den Reihen werden die Maschen dabei jeweils versetzt zueinander gearbeitet. Auf die Stäbchen der Vorrunde werden in der nächsten Runde also Luftmaschen und auf die Luftmaschen der Vorrunde Stäbchen gehäkelt. 

3.       Häkelmuster aus Stäbchen.

Dieses Häkelmuster besteht zwar ebenfalls aus Stäbchen und Luftmaschen, sieht aber ganz anders aus als das Gittermuster. Für dieses Muster sollte die Maschenzahl durch 3 teilbar sein. Gearbeitet wird das Muster so: In der ersten Runde werden drei Stäbchen in die erste Masche gehäkelt. Die beiden nächsten Maschen werden ausgelassen. In die vierte Masche werden wieder drei Stäbchen gearbeitet, die beiden folgenden Maschen erneut übersprungen.

Dies wird dann bis zum Ende der ersten Runde wiederholt. Um die Höhe auszugleichen, wird das erste Stäbchen jeder Runde durch drei Luftmaschen setzt. In der zweiten Runde werden in die erste Masche drei Luftmaschen und zwei Stäbchen gehäkelt. Die beiden folgenden Maschen werden ausgelassen. Dann folgen wieder drei Stäbchen zwischen die Stäbchengruppe der Vorrunde.

Die beiden nächsten Maschen werden übersprungen, danach werden erneut drei Stäbchen in die nächste Masche gehäkelt. So wie die zweite Runde werden auch alle anderen Runden gearbeitet.  Die Basis der Windlichtkleider bilden ebenfalls Luftmaschen, die zu einer Kette in der benötigten Länge angeschlagen und mit einer Kettmasche zum Ring geschlossen werden. In diesen Ring wird dann das gewünschte Häkelmuster gearbeitet, bis das Häkelkleid die gewünschte Höhe erreicht hat. Zusätzliche Deko ist natürlich ebenfalls möglich, bei einem hübschen Häkelmuster aber oft nicht notwendig. 

Extratipp: warm eingepackte Tassen

Nicht nur Windlichter mit einer gehäkelten Hülle liegen im Trend, sondern auch warm eingepackte Tassen sind schwer angesagt. Dabei sind diese Hüllen nicht nur sehr dekorativ, sondern haben auch einen praktischen Nutzen. Zum einen lässt sich eine angezogene Tasse besser anfassen, weil sie nicht so heiß ist, und zum anderen bleibt das Getränk in der Tasse länger warm.

Im Unterschied zu den Windlichtkleidern werden wollene Hüllen für Tassen als Rechtecke in Reihen gehäkelt. Dafür wird als erstes eine Luftmaschenkette angeschlagen, die so lang ist, dass sie am Henkel der Tasse beginnt und auf der anderen Seite vor dem Henkel endet. Dann geht es mit der gewünschten Maschenart in Reihen hin und her, bis die Häkelarbeit die benötigte Höhe erreicht hat.

An einer schmalen Kante wird anschließend in der Mitte eine kleine Schlaufe aus Luftmaschen gehäkelt. An der anderen schmalen Kante wird ein Knopf angenäht. Die Hülle kann dadurch um die Tasse gelegt, mittels Knopf und Schlaufe verschlossen und bei Bedarf jederzeit auch wieder abgenommen werden.

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