Anleitung zur Myreschka-Stickerei

Anleitung zur Myreschka-Stickerei  

Bei der Myreschka-Stickerei handelt es sich um die russische Variante einer Durchbruchstickerei, die sich besonders dadurch kennzeichnet, dass sie sehr stabil und solide ist.

Während eher empfindlichere Stickereien wie der Hohlsaum oder die Hardanger-Stickerei meist Handwäsche erfordern, können Arbeiten mit Myreschka-Stickereien bedenkenlos in der Waschmaschine gewaschen werden, auch Kleidungsstücke aus festen Häkelgranen.

 

In Russland kommt die Myreschka-Stickerei in erster Linie bei Bordüren zum Einsatz, die auf Leinenstoffen gefertigt werden, ihre Stabilität erhält sie durch die Spannstiche über den freigelegten Gewebefäden.

Aber Sie können auch bei Häkelarbeiten zum Einsatz kommen:

       

Bei der Myreschka-Stickerei werden die Reihen immer von rechts nach links und immer von außen nach innen gearbeitet, die unterschiedlich breiten Muster, die aus Lochornamenten und stabilen Stegen bestehen, liegen zwischen zwei Begrenzungsreihen.

Herausgezogen werden immer die waagerecht verlaufenden Fäden, die anschließend mit dem Spanntisch befestigt werden. Mögliche Muster sind beispielsweise, dass zwei Gewebefäden herausgezogen, zwei Fäden stehen gelassen und vier Gewebefäden gebündelt werden, ein Spannstich somit über vier mal vier Gewebefäden geht.

Werden drei Fäden herausgezogen, zwei Fäden stehen gelassen und drei Fäden gebündelt, ergibt sich ein Verhältnis von fünf zu drei Fäden. Auf diese Weise entstehen unterschiedlich breite Muster, grundsätzlich umfassen die Spannstiche aber immer alle freigelegten Fäden, wodurch die Stickerei stabil und robust wird.

       

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Als Stoffe eignen sich prinzipiell alle glatten Zählstoffe, die aus Baumwolle, Leinen oder Mischgewebe bestehen können.

Wichtig ist nur, dass die Kett- und Schussfäden mit gleicher Fadenzahl gewebt sind, damit die Stickerei quadratisch und in beiden Richtungen gleich wird.

Dabei gilt, ähnlich wie bei der Hardranger-Stickerei oder bei Kreuzstichen, dass die Stickerei umso schöner wird, je feiner der Stoff ist.

• Die Füllstichreihe mit Perlgarn      

In den meisten Fällen wird die Myreschka-Stickerei mit Perlgarn gearbeitet, um den geradlinigen und strengen Bordüren durch den feinen Glanz mehr Charme zu verleihen. Die Stärke des Garns ergibt sich aus der Feinheit des Gewebes, als Faustregel gilt, dass bei 7- und 8-fändigen Geweben Perlgarn 5 und bei 9- bis 11-fädigen Geweben Perlgarn 8 verwendet wird.

Eine Füllstichreihe wird dann notwendig, wenn auf gröberen Geweben mit Perlgarn 8 gearbeitet wird oder Muster erstellt werden, bei denen nicht zwei, sondern drei Gewebefäden pro Musterreihe herausgezogen werden. Insgesamt gilt, dass das Stickgarn die Fadengasse immer vollständig ausfüllen muss.

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