Häkeldeko für Grußkarten – 3 Ideen

Häkeldeko für Grußkarten – 3 Ideen 

Ob ein Geburtstag, Weihnachten, Ostern, eine Hochzeit, die Geburt eines Kindes, ein Jubiläum oder einfach nur so zwischendurch – es gibt viele Anlässe, zu denen Grußkarten geschrieben werden. Viele möchten dann aber nicht irgendeine fertig gekaufte Grußkarte verwenden, sondern eine eigens für den Jubilar angefertigte Karte überreichen.

 

Die Möglichkeiten beim Kartenbasteln sind schier unendlich und für tolle Karten reichen oft schon wenige Materialien aus. Das Basteln von Karten lässt sich aber auch prima mit dem Hobby Häkeln verbinden. Nämlich dann, wenn die Karten mit kleinen Häkelarbeiten verziert werden.

3 Ideen für solche besonderen Grußkarten stellen die folgenden Anleitungen vor: 

Grundlegendes zum Basteln der Karten vorab

Damit die Häkeldeko optimal zur Geltung kommt, kann der Rest der Karte eher schlicht bleiben. Die Basis für eine Grußkarte kann entweder ein gekaufter Kartenrohling oder ein Stück Bastelkarton, das im gewünschten Format zugeschnitten und anschließend in der Mitte zusammengefaltet wird, sein.

Auf die Vorderseite der Karte wird dann ein Stück Papier oder Karton aufgeklebt. Dieses Papier bildet den Hintergrund für die Häkelapplikation und kann später noch weiter ausgeschmückt, beklebt oder beschriftet werden. Die kleine Häkelarbeit selbst kann mit normalem Bastelkleber oder doppelseitigem Klebeband befestigt werden.

Möglich ist aber auch, die Häkeldeko mit zwei, drei kleinen Stichen auf dem Papier festzunähen.   

Häkeldeko für Grußkarten – 1. Idee: ein Feld mit Perlen

Eine Häkeldeko mit Perlen sorgt für eine tolle und recht edle Optik. Ohne weitere Verzierung eignet sich eine solche Grußkarte für nette Grüße zwischendurch. Wer möchte, kann aber auch ein kleines Schildchen auf das Perlenfeld aufkleben und dort den Anlass vermerken. Gearbeitet wird das Perlenfeld so:

·         Als erstes werden die Perlen auf das Garn aufgefädelt. Wie viele Perlen benötigt werden, hängt davon ab, wie groß das Perlenfeld werden soll. Insgesamt werden in jeder zweiten Reihe Perlen eingearbeitet und dabei werden immer abwechselnd einmal Maschen mit und einmal ohne Perlen gehäkelt. Besteht eine Reihe beispielsweise aus zehn Maschen, werden also fünf Perlen verarbeitet. Die aufgefädelten Perlen werden in Richtung Knäuel geschoben, damit am Anfang ein ausreichend langer, leerer Faden zum Häkeln vorhanden ist.

·         Nun werden so viele Luftmaschen angeschlagen, bis die Kette die gewünschte Länge erreicht hat. Dann wird die Arbeit gewendet.

·         Die zweite Reihe beginnt mit einer Wendeluftmasche. Anschließend wird die erste Luftmasche übersprungen und in jede der folgenden Luftmaschen wird eine feste Masche gehäkelt.

·         Die dritte Reihe beginnt wieder mit einer Wendeluftmasche. Dann wird die erste Perle ganz nah zur Häkelnadel geschoben. Anschließend wird das Garn direkt hinter der Perle mit der Häkelnadel geholt und durch die Masche gezogen. Im Prinzip wird also eine ganz normale feste Masche gehäkelt, nur dass am Anfang dieser Masche eine Perle sitzt. Die nächste Masche wird als normale feste Masche ohne Perle gehäkelt, dann folgt wieder eine Masche mit Perle und so geht es bis ans Ende der Reihe weiter.

·         In der vierten Reihe werden alle Maschen als feste Maschen ohne Perlen gehäkelt.

·         Die fünfte Reihe ist eine Perlenreihe, bei der immer abwechselnd eine Masche mit und eine Masche ohne Perle gehäkelt wird.

·         Die sechste Reihe ist eine Reihe ohne Perlen, dann folgt wieder eine Perlenreihe und so geht es weiter, bis das Perlenfeld die gewünschte Größe erreicht hat. Dabei endet die Häkelarbeit mit einer Maschenreihe ohne Perlen.    

Häkeldeko für Grußkarten – 2. Idee: eine Blume

Blumen passen eigentlich immer und zu jedem Anlass. Für die Grußkarte kann eine Blume gehäkelt und mittig auf der Karte angebracht werden. Wer möchte, kann die Häkelblume aber auch mit einer gemalten Blumenvase kombinieren oder mehrere kleine Blumen auf der Karte platzieren. Gehäkelt wird die Blume wie folgt:

·         Als erstes wird ein kleiner Fadenring gebildet. In diesen Fadenring werden zwei Luftmaschen und elf Stäbchen gehäkelt. Anschließend werden die Maschen mit einer Kettmasche zu einem Kreis geschlossen. Damit sind nun 12 Maschen vorhanden.

·         In der zweiten Runde werden schon die Blütenblätter gehäkelt. Dazu wird zunächst eine Kettmasche gearbeitet. In diese Kettmasche werden drei Luftmaschen gehäkelt. Anschließend wird die Häkelnadel in die erste Masche der Vorrunde eingestochen. In diese Masche werden ein dreifaches Stäbchen, ein Pikot und noch ein dreifaches Stäbchen gehäkelt.

Ein dreifaches Stäbchen wird wie ein normales oder ein doppeltes Stäbchen gearbeitet. Der Unterschied besteht nur darin, dass am Anfang drei Schlingen auf der Häkelnadel liegen, die jeweils paarweise abgekettet werden.

Für das Pikot werden zwei Luftmaschen und eine Kettmasche in die erste der beiden Luftmaschen gearbeitet. Nach dem zweiten Dreifachstäbchen werden drei Luftmaschen gehäkelt. Um das Blütenblatt mit dem gehäkelten Kreis zu verbinden, wird nun noch eine Kettmasche in die zweite Masche der Vorrunde gearbeitet. Damit ist das erste Blütenblatt fertig.

·         Das zweite und alle weiteren Blütenblätter werden genauso gehäkelt. Insgesamt hat die Blume sechs Blütenblätter. Zum Schluss wird der Faden abgeschnitten und vernäht.   

Häkeldeko für Grußkarten – 3. Idee: ein Bärchen

Auch ein Bärenkopf lässt sich sehr vielseitig einsetzen, beispielsweise für eine Karte zum Geburtstag oder dekoriert mit einer Nikolausmütze für eine Weihnachtskarte. Zwei Bärchen nebeneinander, die mit einem schwarzen Hut und einem weißen Schleier verziert sind, ergeben eine chice Hochzeitskarte. Angefertigt wird ein Bärenkopf so:

·         Zuerst werden zwei Luftmaschen angeschlagen.

·         In die erste der beiden Luftmaschen werden nun drei Stäbchen gehäkelt. Die Stäbchen werden aber nicht ganz fertig gestellt. Stattdessen wird jeweils der letzte Schritt ausgelassen, so dass von jedem Stäbchen eine Schlinge auf der Häkelnadel bleibt. Diese Schlingen werden dann alle auf einmal abgemascht. Dadurch entsteht eine Noppe. Diese Noppe ergibt die Nase.

·         Um die Noppe herum werden nun Luftmaschen gehäkelt. Dabei werden in jeder Runde neue Maschen zugenommen, indem in jede zweite oder jede dritte Masche zwei Luftmaschen gearbeitet werden. Dies wird solange wiederholt, bis das Gesicht die gewünschte Größe erreicht hat.

·         Nun bekommt der Bär seine Ohren. Dazu werden an einer beliebigen Stelle drei Luftmaschen in die Höhe gehäkelt. In die nächste Masche des Kopfes werden anschließend drei doppelte Stäbchen gearbeitet. Um das Ohr zu schließen und mit dem Kopf zu verbinden, wird jetzt eine Kettmasche in die nächste Luftmasche des Kopfes gehäkelt. Damit ist das erste Ohr fertig.

·         Das zweite Ohr wird wie das erste Ohr gearbeitet. Dabei kann das zweite Ohr direkt in die nächste Masche oder mit etwas Abstand zum ersten Ohr gehäkelt werden.

·         Nach dem Vernähen des Häkelgarns bekommt das Bärchen noch sein Gesicht. Dazu können der Mund, die Nasenspitze und die Augen mit schwarzem Faden aufgestickt, aus Filz aufgeklebt oder mit einem Stift aufgemalt werden.

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