Idee zum Nacharbeiten – gehäkelte Blume

Idee zum Nacharbeiten: gehäkelte Blume  

Manchmal sehen Häkelarbeiten sehr aufwändig und kompliziert aus, obwohl sie eigentlich recht einfach anzufertigen sind. Ein Beispiel für solche Häkelarbeiten sind Blumen und Blüten. Natürlich gibt es Blüten, die recht schwierig und daher eher was für Fortgeschrittene sind.

Die folgende Anleitung stellt jedoch eine Blume vor,
die auch Anfänger ohne große Probleme hinbekommen sollten:

 

Die Blume kann dabei in nahezu jeder beliebigen Größe angefertigt werden. Als kleine Blume eignet sie sich prima als Deko für Taschen, Mützen, Stirnbänder oder Pullover. In größeren Formaten kann sie beispielsweise als Topflappen oder Tischdeckchen verwendet werden. Wer zwei Blumen häkelt, kann sie auch zusammennähen und erhält so ein tolles Kuschelkissen.

Hier nun also die Anleitung für eine gehäkelte Blume als Idee zum Nacharbeiten: 

Die Materialien für die gehäkelte Blume

Um die Blume zu häkeln, wird zunächst einmal Wolle benötigt. Ob die Blume in einer Farbe gearbeitet wird oder ob der Blütenkern und die Blütenblätter jeweils in verschiedenen Farben angefertigt werden, bleibt natürlich dem eigenen Geschmack überlassen. Passend zu der Wolle wird dann noch eine Häkelnadel benötigt. Außerdem kommen die Schere und eine Nadel zum Vernähen der Fäden zum Einsatz. 

Eine Idee zum Nacharbeiten: gehäkelte Blume

Die Blume wird in drei Schritten gehäkelt. Zuerst wird nämlich der Blütenkern angefertigt, dann werden die sechs Blütenblätter gearbeitet und zum Schluss werden die Einzelteile zur Blume verarbeitet. Gehäkelt wird die Blume entweder aus festen Maschen oder aus halben Stäbchen. Für eine feste Masche wird die Häkelnadel in eine Masche der Vorreihe eingestochen und als Schlinge auf die Häkelnadel geholt.

Anschließend wird der Faden mithilfe der Häkelnadel durch die beiden Schlingen auf der Nadel gleichzeitig nach vorne geholt. Danach liegt wieder nur noch die Arbeitsschlinge auf der Häkelnadel und die erste feste Masche ist fertig. Halbe Stäbchen werden im Prinzip genauso gearbeitet wie feste Maschen. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass ein halbes Stäbchen mit einem Umschlag beginnt.

Für den Umschlag wird der Faden einfach einmal um die Häkelnadel geschwungen, so dass eine Schlinge entsteht. Wie bei der festen Masche wird anschließend in eine Masche der Vorreihe eingestochen und die Schlinge auf die Nadel geholt. Damit liegen nun drei Schlingen auf der Häkelnadel. Dann wird der Faden mithilfe der Häkelnadel durch alle drei Schlingen gleichzeitig gezogen. 

1. Schritt: den Blütenkern häkeln

Der Blütenkern besteht aus einem Kreis, der in Runden gehäkelt wird. Damit keine Anschlagreihe zu sehen ist und in der Mitte kein nennenswertes Loch übrig bleibt, wird am besten mit einem Fadenring begonnen. Die einfachste Möglichkeit für einen Fadenring besteht darin, ein Stück Faden abzuschneiden und so zu einer Schlaufe zu legen, dass sich die beiden Enden oben kreuzen. In diesen Fadenring werden dann sechs Maschen gehäkelt.

Anschließend wird der Fadenring fest zusammengezogen, sicherheitshalber kann das lose Ende zudem mit einem kleinen Knoten gesichert werden. Wer nicht mit einem Fadenring beginnen möchte, kann auch fünf Luftmaschen anschlagen und diese mit einer sechsten Luftmasche zum Ring schließen.

Damit nun ein Kreis entsteht, wird reihum gearbeitet und in jeder Reihe werden gleichmäßig Maschen zugenommen. Um Maschen zuzunehmen, wird die jeweilige Masche verdoppelt, indem zwei Maschen in diese eine Masche gehäkelt werden. Die Häkelnadel wird also zweimal in dieselbe Masche eingestochen. In der Runde nach dem Anschlag wird jede Masche verdoppelt.

In der nächsten Runde wird jede zweite Masche verdoppelt. Das bedeutet, es wird immer abwechselnd eine Masche normal gehäkelt und eine Masche zweimal gearbeitet. In der folgenden Runde wird jede dritte Masche verdoppelt. In den nächsten Runden wird dann jede vierte, danach jede fünfte, anschließend jede sechste Masche und immer so weiter verdoppelt, bis der Kreis den gewünschten Durchmesser hat. Wichtig ist aber, dass die Anzahl der Maschen durch 6 teilbar ist, wenn der Kreis fertig ist. Je nach gewünschter Größe und verwendeter Wolle kann der Kreis also beispielsweise mit 24, 30 oder 36 Maschen beendet werden. 

2. Schritt: die Blütenblätter häkeln

Die Blütenblätter werden in Reihen gearbeitet. Um die Höhenunterschiede auszugleichen, werden zum Wenden am Ende jeder Reihe bei festen Maschen eine Luftmasche und bei halben Stäbchen zwei Luftmaschen eingefügt. Für das erste Blütenblatt werden so viele Luftmaschen angeschlagen, wie die Maschenzahl des Blütenkerns geteilt durch 6 ergibt. Bestand die letzte Reihe des Blütenkerns aus 24 Maschen, würde also eine Kette aus 4 Luftmaschen angeschlagen werden, bei 30 Maschen wären es 5 Luftmaschen und bei 36 Maschen 6 Luftmaschen.

Gehäkelt wird das erste Blütenblatt dann wie folgt:

·         In der ersten Reihe wird in jede Masche eine Masche gehäkelt.

·         In der zweiten Reihe wird beidseitig am Rand jeweils eine Masche zugenommen. Dafür wird zuerst die Wendeluftmasche gearbeitet und anschließend werden zwei Maschen in die erste Masche der Vorreihe gehäkelt.

·         In der dritten Reihe wird ebenfalls an beiden Rändern jeweils eine Masche zugenommen.

·         In der vierten Reihe wird wieder auf jeder Seite eine Masche zugenommen. Die fünfte Reihe wird dann ohne Zunahmen gehäkelt.

·         In der sechsten Reihe wird an den Rändern je eine Masche zugenommen, die siebte Reihe wird ohne Zunahmen gearbeitet.

·         In der achten Reihe erfolgt noch einmal eine Zunahme. Die folgenden sechs Reihen werden dann ohne weitere Zunahmen gehäkelt.

·         Ab der 15. Reihe beginnen die Abnahmen.

Diese werden gegengleich zu den Zunahmen gearbeitet. Um die Maschen abzunehmen, werden jeweils zwei Maschen zusammen abgemascht. Wird mit festen Maschen gehäkelt, wird dafür zunächst die erste Masche als Schlinge auf die Häkelnadel geholt. Dann wird auch die zweite Masche als Schlinge auf die Häkelnadel gehoben.

Erst danach wird die Masche beendet, indem der Faden durch alle Schlingen auf der Nadel auf einmal gezogen wird. Die Maschen, die zusammengehäkelt werden sollen, werden also jeweils zur Hälfte gearbeitet und der letzte Schritt erfolgt dann mit beiden Maschen gleichzeitig. Die Abnahmen werden solange fortgesetzt, bis nur noch eine Masche übrig ist.Das erste Blütenblatt ist damit fertig. Nach dem gleichen Schema werden nun noch fünf weitere Blütenblätter gehäkelt. 

3. Schritt: die Blume fertig stellen

Nun müssen die Blütenblätter nur noch mit dem Blütenkern verbunden werden. Dazu wird das erste Blütenblatt mit der Vorderseite nach oben an den Blütenkern angelegt. Beim Blütenkern zeigt ebenfalls die schöne Seite nach oben. Nun wird die Häkelnadel durch je eine Masche des Blütenblattes und eine Masche des Blütenkerns gestochen und der Faden durch beide Teile gezogen.

Anschließend wird der Faden mithilfe der Häkelnadel durch beide Maschen hindurch geholt. Nach diesem Schema geht es weiter, bis das erste Blütenblatt befestigt ist. Die übrigen Blütenblätter werden genauso angehäkelt, wobei sie schuppen- oder fächerartig angeordnet werden sollten.

Wer sich mit dem Zusammenhäkeln schwertut, kann die Blätter natürlich auch annähen. Die Blume ist damit fertig. Wer möchte, kann nun noch die Ränder umhäkeln, die Blütenblätter mit kleinen, nicht sichtbaren Stichen aneinander festnähen oder verschiedene Applikationen als Deko anbringen.

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