Tunesische Häkeltechnik

Die tunesische Häkeltechnik 

Woher die tunesische Häkeltechnik genau kommt, ist nicht bekannt, aber es wird vermutet, dass das Tunesisch Häkeln entwickelt wurde, um eine aus Tunis stammende Webart von der Optik her nachzuahmen.

Das besondere am Tunesisch Häkeln ist die lange Häkelnadel und, dass die Arbeit nicht, wie sonst üblich, gedreht wird. Die Struktur, die durch die Häkeltechnik entsteht, ist relativ fest und nicht dehnbar, also prima geeignet, um damit zum Beispiels Platzsets zu arbeiten.

 

Für das Tunesisch Häkeln benötigt man eigentlich nur Häkelgarn und die lange Häkelnadel. Begonnen wird mit einer lockeren Luftmaschenreihe. Es wird immer von einmal von rechts nach links und in der nächsten Runde von links nach rechts gearbeitet, die Arbeit nach einer fertig gehäkelten Reihe also nicht gedreht. Mit der Häkelnadel sticht man in je eine Luftmasche ein und bildet eine Schlinge.

Am Ende liegen dann so viele Schlingen auf der Nadel wie ursprünglich angeschlagen waren, bei einer Luftmaschenreihe von 30 Maschen also 30 Schlingen. Am Ende dieser Reihe angekommen wird direkt von links nach rechts weitergehäkelt. Dazu einen Umschlag um die Nadel machen und durch zwei Schlingen ziehen. So geht es dann immer weiter, bis die Reihe beendet ist, also immer Umschlag, durch zwei Schlingen ziehen, Umschlag, durch zwei Schlingen und so weiter.

Am Ende der Reihe wird eine Luftmasche angehängt und wieder in die andere Richtung, diesmal also von rechts nach links weitergearbeitet. Allerdings wird jetzt nicht oben in die Maschen eingestochen, sondern unterhalb der Maschen und die ganze Reihe wird Schlinge für Schlinge aufgefasst, aber ohne sie dabei abzuhäkeln. Ist man an der linken Seite angekommen wird wieder nach rechts gehäkelt und zwar wie gehabt, einen Umschlag um die Nadel legen und durch zwei Schlingen ziehen. Es entsteht wirklich ein tolles Muster, das man unbedingt einmal ausprobieren sollte!

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Thema: Tunesische Häkeltechnik

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