Anleitung: Herbstblätter häkeln

Anleitung: Herbstblätter häkeln

 

Herbstlandschaften bezaubern durch das herrlich verfärbte Laub, das in vielen verschiedenen Farben leuchtet. Diese herbstliche Farbenpracht lässt sich mithilfe von gehäkelten Blättern ganz einfach in die eigenen vier Wände holen.

Aufgenäht auf Bastelfilz, können die Häkelblätter dekorativ auf dem Tisch verteilt oder als Untersetzer für Gläser und Tassen verwendet werden. Werden die Häkelblätter größer gearbeitet, eignen sie sich auch als Platzsets. In kleinerem Format wiederum können sie schlichten Kissen, Taschen, Schals, Mützen, Handschuhen oder auch Grußkarten eine herbstliche Note verleihen.

 

Hier also eine Anleitung für gehäkelte Herbstblätter:

Herbstblätter häkeln – die Materialien

  • Wollreste in verschiedenen Herbstfarben wie Braun, Orange, Ocker, Dunkelrot und Grün
  • Häkelnadel passend zum Garn
  • Filzreste, farblich passend zum Garn
  • Wollnähnadel und Stecknadeln
  • Schere

 

Die Anleitung für gehäkelte Herbstblätter

Die Basis der gehäkelten Blätter bildet eine Luftmaschenkette. Die Luftmaschenkette ergibt die Ader in der Blattmitte. Entlang dieser Blattader werden die obere und die untere Blatthälfte gehäkelt.

Gearbeitet wird ein Häkelblatt wie folgt:

 

Zuerst werden 15 Luftmaschen angeschlagen. 12 Luftmaschen werden behäkelt, 3 Luftmaschen dienen als Wendeluftmaschen und ersetzen die erste feste Masche.

 

  1. Reihe (1. Reihe nach der Luftmaschenkette): Die ersten drei Luftmaschen werden übersprungen, denn sie wurden ja als Wendeluftmaschen und Ersatz für die erste feste Masche angeschlagen. Von der Häkelnadel aus gesehen, wird also ab der 4. Luftmasche gehäkelt. In diese Luftmasche und in die folgenden Luftmaschen der Anschlagsreihe wird je eine feste Masche gehäkelt. Ist das Ende der Reihe erreicht, werden in die letzte Masche drei feste Maschen gearbeitet.

 

  1. Reihe: Nun wird die Häkelarbeit nicht gewendet. Stattdessen wird auf der Unterseite der Luftmaschenkette zurückgehäkelt. Dabei wird in die ersten acht Maschen der Luftmaschenkette je eine feste Masche gehäkelt. Danach folgen zwei Stäbchen. Die beiden letzten Maschen der Reihe werden nicht gehäkelt. Hier werden stattdessen zwei Luftmaschen zum Wenden gearbeitet. Dann wird die Häkelarbeit gewendet.

 

  1. Reihe: Diese Reihe besteht aus festen Maschen. Dabei wird in jede Masche der Vorreihe eine feste Masche gearbeitet. Die einzige Ausnahme bildet die letzte Masche der Reihe. In diese Masche werden drei feste Maschen gehäkelt.

 

  1. Reihe: Jetzt geht es wieder über die Unterseite zurück, die Häkelarbeit wird also nicht gewendet. Auf der Unterseite werden die ersten acht Maschen als feste Maschen gehäkelt. Die beiden nächsten Maschen werden als Stäbchen gearbeitet. Anschließend folgen zwei Luftmaschen und danach wird die Häkelarbeit gewendet.

 

  1. bis 20. Reihe: Nun werden die 4. und die 5. Reihe fortlaufend wiederholt. In den geraden Reihen werden also immer feste Maschen gehäkelt, wobei die Reihen mit drei festen Maschen in die letzte Masche enden. Die ungeraden Reihen bestehen aus je acht festen Maschen und zwei Stäbchen. Sie enden zwei Maschen vor dem Ende der jeweiligen Reihe und die Häkelarbeit wird mithilfe von zwei Luftmaschen gewendet.

 

  1. Reihe: Auf der Unterseite werden fünf feste Maschen in die Maschen der Vorreihe gehäkelt. Anschließend werden zwei Stäbchen und zwei Luftmaschen gearbeitet. Danach wird die Häkelarbeit gewendet.

 

  1. Reihe: Diese Reihe wird wie die 4. Reihe gearbeitet. Es werden also je eine feste Masche in die Maschen der Vorreihe und drei feste Maschen in die letzte Masche gehäkelt. Danach wird die Häkelarbeit nicht gewendet.

 

  1. Reihe: Diese Reihe wird wie die 21. Reihe gearbeitet. Es wird also auf der Unterseite der Häkelarbeit gehäkelt und dabei werden fünf feste Maschen, zwei Stäbchen und zwei Luftmaschen zum Wenden gearbeitet.

 

  1. Reihe: Nun wird in jede Masche der Vorreihe eine feste Masche gehäkelt. Dann ist der Stiel des Blattes an der Reihe. Dafür werden in die letzte Masche der Reihe 9 Luftmaschen gearbeitet. Anschließend wird die Häkelarbeit gewendet. Dann wird die erste Luftmasche ausgelassen. Ab der zweiten Luftmasche wird in jede Luftmasche eine feste Masche gehäkelt. Zum Schluss wird der Blattstiel mit einer Kettmasche am Blatt befestigt. Danach kann der Faden abgeschnitten und vernäht werden.

 

Es kann passieren, dass sich das Häkelblatt ein wenig wölbt oder an den Seiten einrollt. Deshalb sollte es aufgespannt und leicht angefeuchtet werden. Nach dem Trocknen ist das Blatt eben. Alternativ kann das Blatt mit einem Tuch abgedeckt und mithilfe der Dampffunktion des Bügeleisens vorsichtig geglättet werden.

Das fertige Blatt wird dann auf ein Stück Filzstoff aufgelegt und mit Stecknadeln festgesteckt. Anschließend wird ein Stück von dem Garn, mit dem das Blatt gehäkelt wurde, auf die Wollnähnadel aufgefädelt. Mit einem einfachen Steppstich werden das Häkelblatt und die Filzunterlage zusammengenäht. Zum Schluss wird der Filz am Blattrand entlang abgeschnitten. Damit ist das erste Herbstblatt fertig.

 

Abwandlungen:

Wer sich mit den Stäbchen schwertut, kann sie auch weglassen und stattdessen feste Maschen häkeln. Die Vorgehensweise bleibt gleich, nur dass anstelle der Stäbchen feste Maschen gearbeitet werden.

Sollen die Häkelblätter breiter werden, werden die Reihen jeweils komplett gehäkelt. Die beiden letzten Maschen der jeweiligen Reihen werden also nicht ausgelassen, sondern es werden alle Maschen einer Reihe behäkelt.

Was die Größe der Blätter angeht, so ist es natürlich möglich, sie beliebig zu variieren. Dazu werden einfach mehr oder weniger Luftmaschen angeschlagen. Wichtig ist nur, die Anschlagsreihe um drei Luftmaschen als Wendeluftmaschen zu erweitern. Wer also beispielsweise Herbstblätter häkeln möchte, die nur halb so groß sind, schlägt insgesamt 9 Luftmaschen an (6 Luftmaschen für die Blattader und 3 Luftmaschen zum Wenden).

 

Mehr Häkelanleitungen, Häkelvorlagen und Tipps:

Thema: Anleitung: Herbstblätter häkeln

 

Teilen:

Kommentar verfassen