Anleitung für einen gehäkelten Loop

Anleitung für einen gehäkelten Loop

Der Loop war schon in den 1980er-Jahren schwer angesagt, auch wenn er damals noch Schlauchschal oder Rundschal hieß. Nachdem er dann eine ganze Zeit lang in der Versenkung verschwunden war, feierte er von zwei, drei Jahren als Loop, Loopschal, Snood oder Circle-Scarf sein großes Comeback.

Seitdem ist der Loop eines der Trendaccessoires schlechthin. Wer auch einen Loop tragen, den Schal aber nicht im Laden kaufen möchte, kann sich seinen Loop selbst häkeln.

Wie das geht, erklärt die folgende Anleitung:

Was ist ein Loop eigentlich genau und wie wird der Schal getragen?

Die früheren Namen Schlauch- oder Rundschal beschreiben eigentlich ganz gut, was sich hinter einem Loop verbirgt. Ein Loop ist nämlich ein Schal, bei dem die schmalen Kanten miteinander verbunden sind. Der Schal ist also zur Runde geschlossen, wodurch eine Art Schlauch entsteht. Dabei kann ein Loop eher schmal oder sehr breit, recht kurz oder ganz lang und aus warmer, dicker Wolle oder einem dünnen, leichten Garn angefertigt sein.

Je nach Variante gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie ein Loop getragen werden kann:

· Ein eher kurzer Loop wird einfach über den Kopf gezogen und um den Hals drapiert. Dadurch sieht er aus wie der Rollkragen von einem Rollkragenpullover.

· Ein längerer Loop kann wie eine Kette um den Hals gelegt werden. Statt den Schal einfach nur herunterhängen zu lassen, kann er vor der Brust auch zu einem chicen Knoten gebunden werden.

· Ist der Loop lang, kann er zwei- oder mehrfach um den Hals geschlungen werden.

· Ein breiter Loop kann ähnlich wie eine Stola oder ein Poncho über die Schulter gezogen werden.

· Ist der Loop recht breit, ist es möglich, die hintere Kante über den Hinterkopf zu ziehen. Dadurch ist der Loop Schal und Kapuze in einem.

Einen Loop häkeln – die benötigten Materialien

Um einen Loop zu häkeln, werden lediglich Wolle, eine Häkelnadel und als zusätzliche Werkzeuge eine Wollnadel und eine Schere benötigt. Was das Garn angeht, bleibt freie Auswahl, denn für einen Loop eignet sich praktisch jede Art von Wolle. Ob es ein dünnes oder dickes und ein glattes oder flauschiges Garn wird, hängt somit vom eigenen Geschmack ab.

Wie viel Wolle benötigt wird, richtet sich danach, wie lang und wie breit der Loop werden soll. Als kleine Orientierungshilfe gilt aber, dass für einen Loop rund 200 Meter Garn verarbeitet werden. Je nach Wolle sind das etwa ein bis drei Knäule. Für den Loop können aber natürlich auch prima Wollreste verarbeitet werden.

Die Häkelnadel wird normalerweise passend zur Garnstärke gewählt.

Auf der Banderole der Wolle ist immer angegeben, mit welcher Nadelstärke das Garn am besten verarbeitet werden sollte. Auch für den Loop kann die Stärke der Häkelnadel auf die verwendete Wolle abgestimmt werden. In unserer Anleitung arbeiten wir aber mit einer deutlich dickeren Häkelnadel. Dadurch entsteht eine Art Lochmuster, das den Schal leichter aussehen lässt und ihm eine modischere Note verleiht. Dazu gleich mehr.

Später kommen dann noch die Schere und eine Wollnadel zum Einsatz. Sind alle Materialien vorhanden, kann es losgehen.

Die Anleitung für einen gehäkelten Loop

Selbstverständlich spricht überhaupt nichts dagegen, ein aufwändigeres Häkelmuster für den Loop zu wählen. Damit auch diejenigen, die das Häkeln erst vor kurzem für sich entdeckt haben oder etwas aus der Übung sind, ohne größere Schwierigkeiten zu ihrem eigenen Loop kommen, haben wir uns aber für ein ganz einfaches Häkelmuster entschieden.

Wir häkeln nämlich nur mit festen Maschen. Nun sieht ein Häkelwerk, das ausschließlich aus festen Maschen besteht, aber manchmal ein wenig altbacken aus. Außerdem wird das Gewebe recht dicht und schwer.

Deshalb greifen wir zu einem kleinen Trick: Statt einer Häkelnadel passend zur Wolle, arbeiten wir mit einer deutlich dickeren Häkelnadel. Konkret verwenden wir eine Häkelnadel, die ungefähr doppelt so dick ist wie die empfohlene Nadelstärke.

Wird für das Garn beispielsweise die Nadelstärke 3 bis 4 empfohlen, häkeln wir den Loop mit einer Häkelnadel in der Stärke 8 oder 10. Dadurch, dass das Garn mit einer eigentlich zu dicken Häkelnadel verarbeitet wird, entsteht automatisch ein Gewebe, das lockerer und leichter ist und optisch an ein Loch- oder Netzmuster erinnert. Je dicker die Häkelnadel und je dünner das Garn ist, desto filigraner wird die Häkelarbeit.

Um den Loop zu häkeln, gibt es nun zwei Möglichkeiten:

1. Den Loop in Runden häkeln

· Für den Loop wird zunächst eine Luftmaschenkette in der gewünschten Länge angeschlagen. Wer möchte, kann die genaue Länge vorher natürlich ausmessen. Genauso ist aber möglich, die Luftmaschenkette einfach locker um den Hals zu legen und zwar sooft, wie auch der Loop später um den Hals gewickelt werden soll.

· Hat die Luftmaschenkette die gewünschte Länge erreicht, wird sie mit einer Kettmasche zur Runde geschlossen. Wichtig hierbei ist, darauf zu achten, dass sich die Kette nicht irgendwo versehentlich verdreht hat.

· Ab jetzt geht es mit festen Maschen weiter. Dabei wird reihum in jede Masche der Vorrunde eine feste Masche gehäkelt. Die ersten zwei, drei Runden sind mitunter etwas kniffelig. Ab dann lässt sich die dicke Nadel aber problemlos in die Maschen einstechen. Außerdem wächst das Häkelwerk recht schnell und die Gefahr, dass sich doch noch irgendwo etwas verdreht, besteht nicht mehr.

· So wird nun mit festen Maschen gehäkelt, bis der Loop die gewünschte Breite erreicht hat. Zum Schluss müssen nur noch die Fäden abgeschnitten und vernäht werden und damit ist der Loop auch schon fertig.

2. Den Loop in Reihen häkeln

· Statt in Runden, kann der Loop auch in Reihen gehäkelt werden. Dafür wird ebenfalls eine Luftmaschenkette angeschlagen. Dieses Mal muss die Kette aus Luftmaschen so lang sein, dass sie der gewünschte Breite (oder genauer Höhe) des Loops entspricht. Ist die Luftmaschenkette lang genug, sollten zusätzlich noch vier, fünf Luftmaschen angeschlagen werden. Die Maschen ziehen sich nämlich noch etwas zusammen, wodurch der Loop dann ein wenig schmaler wird.

· Auf die Luftmaschen wird nun eine Reihe feste Maschen gehäkelt. Dann folgt eine Wendeluftmasche und anschließend geht es mit festen Maschen wieder zurück.

· So wird nun in Reihen hin- und hergehäkelt, bis der Loop die gewünschte Länge erreicht hat. Ist der Schal lang genug, wird der Faden abgeschnitten. Hierbei empfiehlt es sich, den Faden schön lang zu lassen. Dadurch kann er nämlich direkt verwendet werden, um die beiden Enden des Schals zusammenzunähen. Ist der Schal zum Schlauch zusammengenäht, ist der Loop fertig.

Mehr Häkelanleitungen und Häkelvorlagen:

Thema: Anleitung für einen gehäkelten Loop

Teilen:

Kommentar verfassen