Anleitung: eine Sommermütze häkeln

Anleitung: eine Sommermütze häkeln

Eine Sommermütze schützt vor der Sonne und vor Wind. Außerdem ist sie ein schönes Accessoire. Und wie eine lässige Sommermütze gehäkelt werden kann, erklärt diese Anleitung!

Mützen werden nicht nur in der kalten Jahreszeit getragen. Auch im Sommer sind Kopfbedeckungen ein beliebtes Accessoire. Schließlich lassen sie ein Outfit lässig wirken und schützen außerdem vor zu viel Sonne und vor unangenehmem Wind. Und eine hübsche Sommermütze mit einem luftigen Lochmuster kriegen auch Anfänger problemlos hin.

Denn die Sommermütze, die wir vorstellen möchten, wird nur aus Luftmaschen, Stäbchen und Kettmaschen gehäkelt. Praktisch ist außerdem, dass die Sommermütze in jeder beliebigen Größe gehäkelt werden kann. Denn die Vorgehensweise bleibt immer gleich und es muss auch nichts umgerechnet werden. Wie es genau geht, erklärt die folgende Anleitung.

 

Eine Sommermütze häkeln – die Materialien

Für die Sommermütze sollte ein leichtes Sommergarn verwendet werden. Ein Garn aus Baumwolle oder einer Baumwollmischung ist ideal. Wer es besonders edel mag, kann auch zu einem Seidengarn greifen. Für eine Sommermütze für einen Erwachsenen werden ungefähr ein ganzes und ein halbes 50-Gramm-Knäuel benötigt. Für eine Kindermütze sollte ein Knäuel locker ausreichen. Passend zum Garn braucht es noch eine Häkelnadel. Dann kann es auch schon losgehen.

Ratsam ist aber, zunächst eine Maschenprobe zu häkeln. Denn je nach Garn und Stärke der Häkelnadel fällt die Häkelarbeit mal größer und mal kleiner aus. Deshalb kann es sich lohnen, verschiedene Häkelnadeln auszuprobieren, um die optimale Optik zu finden.

 

Eine Sommermütze häkeln – die Anleitung

Das Muster der gehäkelten Sommermütze besteht aus Luftmaschen, Stäbchen und Kettmaschen. Das gilt auch für das Lochmuster. Um die Sommermütze nacharbeiten zu können, müssen also nur diese drei Maschenarten sitzen.

Die Mütze selbst wird in Runden gearbeitet. Dabei endet jede Runde mit einer Kettmasche und die nächste Runde beginnt immer mit zwei Luftmaschen als Ersatz für ein Stäbchen. Die beiden Luftmaschen zu Beginn und die Kettmasche am Ende jeder Runde werden in der Anleitung nicht gesondert erwähnt. Sie müssen aber unbedingt gehäkelt werden, damit die Mütze schön gleichmäßig wird. Also nicht vergessen!

 

Der Anfang

Die Sommermütze wird von oben nach unten gehäkelt. Dabei werden für die Mütze drei Luftmaschen angeschlagen und mit einer Kettmasche zum Ring geschlossen. Anschließend wird wie folgt gehäkelt:

 

  1. Runde: Die Runde beginnt, wie alle folgenden Runden auch, mit zwei Luftmaschen als Ersatz. Anschließend werden in die drei Luftmaschen aus der Anschlagsreihe fünf Stäbchen gehäkelt. Dazu werden in die erste und in die dritte Luftmasche je zwei Stäbchen und in die mittlere Luftmasche nur ein Stäbchen gearbeitet. Die Runde wird dann mit einer Kettmasche geschlossen.

 

  1. Runde: Nach den zwei Ersatzluftmaschen werden in jedes Stäbchen der Vorrunde zwei Stäbchen gehäkelt. Damit verdoppelt sich die Maschenzahl auf zehn Stäbchen. Auch diese Runde endet, wie alle anderen Runden, mit einer Kettmasche.

 

  1. Runde: In dieser Runde werden noch einmal zwei Stäbchen in jedes Stäbchen der Vorrunde gearbeitet. Damit verdoppelt sich die Maschenzahl auf 20 Stäbchen.

 

  1. Runde: In der vierten Runde wird jedes zweite Stäbchen verdoppelt. Dafür werden in die erste Masche der Vorrunde zwei Stäbchen gehäkelt. In die nächste Masche wird ein Stäbchen gearbeitet, in die darauffolgende Masche wieder zwei Stäbchen, danach in die nächste Masche ein Stäbchen. So geht es bis zum Ende der Runde weiter. Damit erhöht sich die Maschenzahl auf 30 Stäbchen.

 

  1. Runde: In dieser Runde wird jedes dritte Stäbchen verdoppelt. Dazu werden zwei Stäbchen in die erste Masche gehäkelt und je ein Stäbchen in die beiden darauffolgenden Maschen. In die nächste Masche werden dann wieder zwei Stäbchen gehäkelt. Am Ende der Runde sind damit 40 Stäbchen vorhanden.

 

  1. Runde: Nun wird jedes vierte Stäbchen verdoppelt, beginnend mit der ersten Masche. In die erste Masche werden also wieder zwei Stäbchen gehäkelt. Die nächsten drei Maschen werden ganz normal als ein Stäbchen gearbeitet und die vierte Masche wird verdoppelt. Ist die Runde fertig, zählt sie 50 Stäbchen.

 

  1. bis 10. Runde: In jeder dieser Runden kommen weitere zehn Stäbchen dazu. Dabei wird in der 7. Runde jedes fünfte Stäbchen, in der 8. Runde jedes sechste Stäbchen, in der 9. Runde jedes siebte Stäbchen und in der 10. Runde jedes achte Stäbchen verdoppelt. Die Vorgehensweise bleibt wie in den vorhergehenden Runden. In die erste Masche der Runde werden also zwei Stäbchen gehäkelt. Die folgenden Maschen werden als einfache, normale Stäbchen gearbeitet und dann werden in die Masche, die verdoppelt wird, wieder zwei Stäbchen gehäkelt. Nach der 10. Runde hat sich die Anzahl der Maschen auf 90 Stäbchen erhöht.

 

Ist die 10. Runde fertig, wird es Zeit für eine erste Anprobe. Ist der Kopfumfang bereits erreicht, geht es gleich mit dem Lochmuster weiter. Deckt die Häkelarbeit den Oberkopf noch nicht ab, müssen weitere Zunahmen gearbeitet werden. Das Prinzip bleibt dabei gleich. In jeder Runde werden also gleichmäßig verteilt zehn neue Stäbchen zugenommen, wobei sich die Anzahl der Maschen, die als ein normales Stäbchen gehäkelt werden, in jeder Runde um eine Masche erhöht.

 

Das Lochmuster

Hat die Häkelarbeit den Kopfumfang erreicht, wird eine Runde aus Stäbchen gehäkelt. In dieser Runde wird auf jedes Stäbchen der Vorrunde also ein Stäbchen gearbeitet. Nach dieser Runde beginnt das Lochmuster:

 

  1. Lochmusterrunde: Wie alle Runden zuvor beginnt diese Runde mit zwei Luftmaschen als Ersatz. Danach werden zwei weitere Luftmaschen in die erste Masche der Vorrunde gehäkelt. Diese Luftmaschen sind der erste Luftmaschenbogen. Die nächste Masche wird nun übersprungen. Dann wird ein Stäbchen in die folgende Masche gehäkelt. Diese Abfolge wird bis zum Ende der Runde wiederholt. Es wird also gehäkelt: Zwei Luftmaschen (als Luftmaschenbogen) – eine Masche überspringen – ein Stäbchen in die nächste Masche. Die Runde endet mit einer Kettmasche in den Luftmaschenbogen.

 

  1. Lochmusterrunde: Auch diese Runde beginnt wieder mit den zwei Ersatzluftmaschen. Dann werden zwei Luftmaschen als Luftmaschenbogen gehäkelt. Anschließend folgt ein Stäbchen in den Luftmaschenbogen der Vorrunde. Danach werden zwei Luftmaschen und dann wieder ein Stäbchen in den nächsten Luftmaschenbogen gearbeitet. Diese Abfolge wird bis zum Ende der Runde wiederholt. Es werden also immer im Wechsel zwei Luftmaschen (als Luftmaschenbogen) und ein Stäbchen gehäkelt. Die Runde wird mit einer Kettmasche beendet.

 

Die zweite Lochmusterreihe wird nun noch dreimal wiederholt. Damit ist ein Lochmusterstreifen aus fünf Runden vorhanden. Wer möchte, kann den Lochmusterstreifen aber natürlich noch breiter gestalten, indem er zwei, drei Lochmusterrunden mehr häkelt.

 

Der Abschluss

Ist der Lochmusterstreifen breit genug, folgen zwei weitere Runden aus Stäbchen. Dabei wird in der ersten Runde in jedes Stäbchen und in jeden Luftmaschenbogen der Lochmusterrunde ein Stäbchen gehäkelt. In der zweiten Runde wird in jedes Stäbchen ein Stäbchen gearbeitet.

Ob noch weitere Runden aus Stäbchen folgen und wenn ja, wie viele, hängt davon ab, wie groß die Mütze werden soll. Ist die Sommermütze noch nicht lang genug, wird sie einfach mit der benötigten Anzahl an Stäbchenrunden verlängert.

Zum Schluss folgt noch die Abschlussreihe. Sie beginnt wie gehabt mit zwei Ersatzluftmaschen. Dann wird die Häkelarbeit gewendet. Die Abschlussreihe wird also nicht von außen, auf der rechten Seite, sondern auf der Innenseite gehäkelt. Das Muster kommt dadurch auf der Außenseite besser zur Geltung. Nach den beiden Ersatzluftmaschen wird eine Kettmasche gehäkelt.

In die nächste Masche wird ein Stäbchen gearbeitet. Dies wird bis zum Ende der Runde wiederholt. Es wird also immer abwechselnd eine Kettmasche und ein Stäbchen gehäkelt. Danach wird der Faden abgeschnitten und vernäht. Fertig!

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