Anleitung: ein Schnuffeltuch häkeln

Anleitung: ein Schnuffeltuch häkeln

Vor allem Kleinkinder haben sehr oft ein Schmusetuch. Und auch ein Teddybär ist in fast jedem Kinderzimmer zu finden. Warum also nicht beides miteinander verbinden und ein Schnuffeltuch mit Teddykopf für die Kleinsten häkeln?

Hier ist die Anleitung!

 

Ein Schnuffeltuch häkeln – die Materialien

  • weiches, glattes Baumwollgarn
  • Häkelnadel passend zum Garn
  • Füllwatte
  • Wollnähnadel
  • Schere

Sowohl beim Garn als auch bei der Füllwatte ist wichtig, dass diese problemlos in der Waschmaschine gewaschen werden können. Zudem sollte das Garn möglichst glatt sein und nicht fusseln. Für Babys und Kleinkinder ist das Schnuffeltuch sonst nicht geeignet.

 

Ein Schnuffeltuch häkeln – die Anleitung

Für das Schnuffeltuch werden die verschiedenen Teile zunächst einzeln gehäkelt und später dann zusammengenäht. Dabei besteht das Schnuffeltuch aus dem eigentlichen Tuch, das zugleich den Körper des Teddybären ersetzt. Dazu kommt ein Teddykopf, der sich wiederum aus dem Kopf, zwei Ohren und der Schnauze zusammensetzt. Also, los geht’s!

 

  1. Schritt: den Teddykopf häkeln

Der Kopf des Teddybären wird in Runden aus festen Maschen gehäkelt. Dabei wird jede Runde für sich gearbeitet. Das bedeutet: Jede Runde endet mit einer Kettmasche in die erste Masche der Vorrunde. Die nächste Runde beginnt dann immer mit einer Luftmasche. Diese Luftmasche zählt nicht zu den Maschen der Runde, sondern dient nur als Höhenausgleich. Das Rundenhäkeln mit Kett- und Luftmaschen ist einfacher, weil gut zu erkennen ist, wo eine Runde endet und die nächste Runde beginnt. Wer möchte, kann aber auch in Spiralrunden arbeiten. In diesem Fall fallen die Luftmaschen zu Rundenbeginn weg.

 

Anschlag: Für den Kopf werden drei Luftmaschen angeschlagen und mit einer Kettmasche zum Ring geschlossen.

  1. Runde: Nun werden in die drei Luftmaschen sechs feste Maschen gehäkelt und die Runde mit einer Kettmasche beendet.
  2. Runde: In der 2. Runde werden die Maschen verdoppelt. Nach der Luftmasche für den Höhenausgleich werden somit in jede feste Masche der Vorrunde zwei feste Maschen gehäkelt. Dadurch verdoppelt sich die Maschenzahl auf zwölf Maschen. Auch diese Runde endet, wie alle anderen Runden, mit einer Kettmasche.
  3. Runde: In der 3. Runde wird jede zweite Masche verdoppelt. Dazu wird in die erste Masche der Vorrunde eine feste Masche gehäkelt. In die zweite Masche der Vorrunde werden zwei feste Maschen gearbeitet. Dann folgt wieder eine feste Masche in die nächste Masche der Vorrunde und anschließend zwei feste Maschen in die übernächste Masche der Vorrunde. Dies wird bis zum Ende der Runde wiederholt. Dadurch erhöht sich die Maschenzahl auf 18 Maschen.
  4. Runde: Nun wird jede dritte Masche verdoppelt. Es werden also zwei Maschen als normale feste Maschen gehäkelt und in die dritte Masche der Vorrunde werden zwei feste Maschen gearbeitet. Damit steigt die Maschenzahl auf 24 Maschen.
  5. Runde: In dieser Runde wird jede vierte Masche verdoppelt. Dadurch sind dann 30 Maschen vorhanden.
  6. Runde: In der 6. Runde wird jede fünfte Masche verdoppelt. Damit erhöht sich die Maschenzahl auf 36 Maschen.
  7. bis 12. Runde: Nun folgenden sechs Runden ohne Zunahmen. In jede Masche der Vorrunde wird also eine feste Masche gehäkelt.
  8. Runde: Ab jetzt werden Maschen abgenommen. Dafür werden in der 13. Runde jeweils jede fünfte und sechste Masche zusammengehäkelt. Das heißt: In die ersten vier Maschen der Vorrunde wird je eine feste Masche gearbeitet. Die beiden nächsten Maschen werden zusammen als eine feste Masche gehäkelt. Dies wird bis zum Ende der Runde wiederholt. Die Maschenzahl reduziert sich dadurch auf 30 Maschen.
  9. Runde: In dieser Runde werden jede vierte und jede fünfte Masche zusammengehäkelt. Am Ende der Runde sind dann noch 24 Maschen vorhanden.
  10. Runde: In der 15. Runde werden jede dritte und jede vierte Masche zusammengehäkelt. Damit sinkt die Maschenzahl auf 18 Maschen.
  11. Runde: Nun werden jede zweite und jede dritte Masche zusammengehäkelt. Am Ende der Runde sind dadurch noch zwölf Maschen übrig. Dann wird der Kopf mit Füllwatte ausgestopft.
  12. Runde: In dieser Runde werden immer zwei Maschen der Vorrunde als eine feste Masche zusammengehäkelt. Die Maschenzahl halbiert sich dadurch auf sechs Maschen. Bei Bedarf kann jetzt noch einmal etwas Füllwatte in den Kopf gestopft werden.
  13. Runde: Nun werden die verbliebenen sechs Maschen zu drei Maschen zusammengehäkelt. Dann wird der Faden großzügig abgeschnitten und durch die Masche gezogen. Damit ist der Kopf fertig.

 

  1. Schritt: die Ohren häkeln

Für das erste Ohr wird wieder eine Luftmaschenkette aus drei Luftmaschen angeschlagen und mit einer Kettmasche zum Ring geschlossen. Weiter geht es dann wie folgt:

 

  1. Runde: In der ersten Runde werden die Anschlagsmaschen verdoppelt. Dafür werden in jede Luftmasche zwei feste Maschen gehäkelt.
  2. Runde: Die sechs Maschen der Vorrunde werden ein weiteres Mal verdoppelt. Auch in der 2. Runde werden in jede Masche der Vorrunde also zwei feste Maschen gehäkelt. Damit sind nun zwölf Maschen vorhanden.
  3. bis 6. Runde: Nun folgen vier Runden, in denen alle Maschen als normale feste Maschen gehäkelt werden. In jede Masche der Vorrunde wird also eine feste Masche gearbeitet. Nach der sechsten Runde wird der Faden großzügig abgeschnitten und durch die Masche gezogen.

Ist das erste Ohr fertig, wird auf die gleiche Art und Weise das zweite Ohr gehäkelt.

 

  1. Schritt: die Schnauze häkeln

Das Häkeln der Schnauze beginnt genauso wie das Häkeln der Ohren. Zunächst wird also eine Luftmaschenkette aus drei Luftmaschen angeschlagen und mit einer Kettmasche zum Ring geschlossen. In der 1. Runde werden dann in jede Luftmasche zwei feste Maschen gehäkelt und in der 2. Runde werden die Maschen ein weiteres Mal verdoppelt. Danach geht es so weiter:

 

  1. Runde: In der 3. Runde wird jede zweite Masche verdoppelt. Die erste Masche der Vorrunde wird also als normale feste Masche gehäkelt und in die nächste Masche der Vorrunde werden zwei feste Maschen gearbeitet. Dies wird fortlaufend wiederholt. Die Maschenzahl erhöht sich dadurch auf 18 Maschen.
  2. und 5. Runde: Nun werden zwei Runden lang alle Maschen ganz normal als feste Maschen gehäkelt. Dann wird der Faden großzügig abgeschnitten und durch die Masche gezogen. Die Schnauze ist damit ebenfalls fertig.

 

  1. Schritt: den Teddykopf fertig stellen

Anders als sonst bei Häkelarbeiten üblich, müssen die Arbeitsfäden nicht extra vernäht werden. Stattdessen können sie genutzt werden, um die Einzelteile zusammenzunähen. Begonnen wird dabei mit der Schnauze. Sie wird etwas unterhalb der Mitte positioniert und rundherum zu etwa drei Vierteln am Kopf festgenäht. Anschließend wird die Schnauze mit Füllwatte ausgestopft und mit den Händen modelliert. Passt alles, wird die Öffnung zugenäht und der Faden abgeschnitten.

Dann sind die Ohren an der Reihe. Die Ohren werden in der Mitte zusammengeklappt, ebenfalls mit etwas Füllwatte ausgestopft und am Kopf festgenäht.

Nun können mittig auf die Schnauze aus einem Stück Wollfaden die Nase und der Mund aufgestickt werden. Mit weiterer Wolle werden außerdem die Augen aufgestickt. Grundsätzlich wäre es zwar auch möglich, Augen aus Kunststoff aufzunähen, Perlen als Augen zu befestigen oder Wackelaugen zum Aufkleben zu verwenden. Allerdings ist ein Schnuffeltuch ja für Kleinkinder gedacht. Deshalb sollte auf Elemente, die abfallen oder verschluckt werden könnten, aus Sicherheitsgründen besser verzichtet werden.

 

  1. Schritt: das Schnuffeltuch häkeln

Für das eigentliche Schnuffeltuch wird ein quadratisches Tuch gehäkelt. Dieses Tuch wird in Reihen und aus festen Maschen gefertigt. Durch die festen Maschen entsteht ein dichtes Gewebe, das das Baby gut greifen kann. Genauso ist aber natürlich auch jedes andere Häkelmuster möglich.

Für das Tuch wird zunächst eine Kette aus Luftmaschen angeschlagen. Wie lang diese Kette wird, hängt davon ab, wie groß das Tuch werden soll. Hier gibt es keine festen Vorgaben, gute 25 cm dürfen es aber gerne sein.

Hat die Luftmachenkette die gewünschte Länge, wird eine weitere Luftmasche gehäkelt. Diese Luftmasche wird nicht mitgezählt, sondern dient nur als Wendeluftmasche. Dann wird in jede Luftmasche der Anschlagsreihe eine feste Masche gehäkelt. Ist das Ende der Reihe erreicht, wird die Häkelarbeit gewendet. Die Masche, die zuletzt gehäkelt wurde, liegt damit wieder auf der rechten Seite. Nun folgt wieder eine Luftmasche als Wendeluftmasche. Dann wird erneut in jede Masche der Vorreihe eine feste Masche gehäkelt. So wird Reihe für Reihe gehäkelt, bis ein quadratisches Tuch entstanden ist. Anschließend wird der Faden abgeschnitten und durch die Schlinge gezogen. Nun müssen nur noch der Anfangs- und der Endfaden vernäht werden. Damit ist das Schnuffeltuch fertig.

Wer es noch etwas hübscher gestalten möchte, kann den Rand mit einer weiteren Reihe aus festen Maschen umhäkeln. Besonders schön sieht es dabei aus, wenn die Umrandung in einer Farbe gearbeitet wird, die sich auch im Kopf des Teddybären wiederfindet.

 

  1. Schritt: das Schnuffeltuch fertig stellen

Nun muss nur noch der Teddykopf an dem Tuch befestigt werden. Dafür wird die Mitte des Tuches ermittelt. Dort wird der Kopf positioniert und gut festgenäht. Nachdem der Faden sauber vernäht und abgeschnitten ist, ist das selbstgemachte Schnuffeltuch auch schon fertig!

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