5 Tipps für schönere Amigurumi

5 Tipps für schönere Amigurumi

Wer regelmäßig häkelt, hat sich sicher auch schon mit Amigurumi befasst. Die kleinen Figuren, Tiere oder Fantasiewesen sind schließlich putzig, eröffnen viel Raum für kreative Ideen und eignen sich prima als Geschenk. Doch mitunter kommt es vor, dass das Ergebnis nicht ganz so gleichmäßig ausfällt wie erhofft. Damit das künftig anders wird, verraten wir fünf Tipps und Tricks für schönere Amigurumi!

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5 Tipps für schönere Amigurumi

  1. Das richtige Garn auswählen.

Bei Amigurumi kann das Garn großen Einfluss auf das Ergebnis haben. Einige Garne sind so gesponnen, dass sie unterschiedlich dick sind. Für Kleidungsstücke, Accessoires oder Decken sind solche Garne hervorragend geeignet.

Denn durch die unterschiedlichen Stärken ergeben sich lebendige Effekte, die für eine schöne Optik sorgen und die Haptik interessant machen.

Bei Amigurumi aber ist sehr wichtig, dass die Maschen möglichst gleichmäßig werden. Andernfalls sieht die fertige Figur schief aus. Aus diesem Grund sind schlichte Baumwollgarne für Amigurumi die beste Wahl. Denn Baumwolle ist formstabil. Dadurch gelingen gleichmäßige Maschen einfacher und das Gewebe erhält eine feste Struktur.

Anstelle von Baumwollgarnen können natürlich auch Garne aus anderen Materialien zum Einsatz kommen. Ratsam ist nur, auf eine gleichmäßige Dicke zu achten.

  1. Möglichst fest häkeln.

Ist das Gewebe zu locker gehäkelt, kann die Figur schlapp werden und ihre Form verlieren. Außerdem ist möglich, dass die Füllwatte zwischen den Maschen zu sehen ist. Aus diesem Grund sollten die Maschen für Amigurumi möglichst fest sein.

Um zu überprüfen, ob das Gewebe dicht genug ist, bietet sich eine Maschenprobe an. Dazu ein 10 x 10 cm großes Quadrat mit dem ausgewählten Garn häkeln, um eine Kugel aus Füllwatte legen und hinten wie zum Zusammennähen raffen.

Schimmert die Füllwatte zwischen den Maschen durch, ist das Gewebe zu locker.

Um festere Maschen hinzubekommen, ist eine Möglichkeit, eine kleinere Häkelnadel zu verwenden. Auf der Banderole ist angegeben, welche Nadelstärke für das Garn empfohlen wird. Soll zum Beispiel mit Nadelstärke 2,5 bis 3,5 gehäkelt werden, sollte die Maschenprobe mit einer 2,5-Häkelnadel gearbeitet werden.

Werden die Maschen damit zu lose, bietet sich für den zweiten Versuch eine Nadel in Größe 2 an. Sind die Maschen dann noch immer nicht fest genug, noch einmal um eine halbe Größe nach unten gehen.

Daneben kann eine andere Haltung des Fadens zu festeren Maschen verhelfen. Zum Beispiel so: Den Faden von hinten nach vorne ums Handgelenk legen, über die Handfläche nach oben führen, zwischen den Zeige- und den Mittelfinger legen und von hinten nach vorne um den Zeigefinger wickeln.

Der Faden läuft dadurch über den Zeigefinger und kann mit dem Daumen und dem Mittelfinger festgehalten werden. Auf diese Weise lässt sich die Spannung erhöhen und besser regulieren.

  1. Maschen unsichtbar abnehmen.

Bei Amigurumi werden regelmäßig Maschen zu- und abgenommen, um die Figur zu formen. Dabei können vor allem Abnahmen das Gesamtbild stören, weil sie anders aussehen als die übrigen festen Maschen. Um das zu vermeiden, ist es ratsam, unsichtbare Abnahmen zu häkeln.

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Das geht so:

  • Die Häkelnadel in das vordere Maschenglied der nächsten Masche einstechen.

  • Dann die Häkelnadel gleich in die übernächste Masche stechen, auch hier wieder nur ins vordere Maschenglied. Damit liegen jetzt drei Schlingen auf der Nadel, nämlich die beiden Maschen und die Arbeitsschlinge.

  • Nun den Faden holen und durch die beiden vorderen Schlingen ziehen.

  • Anschließend den Faden erneut greifen und durch die zwei verbliebenen Schlingen holen.

  1. Unauffällige Farbwechsel arbeiten.

Amigurumi werden meistens in Spiralrunden gehäkelt. Spiralrunden haben keinen Anfang und kein Ende. Stattdessen wird einfach immer nur im Kreis gearbeitet. Die Maschen laufen dadurch wie eine Spirale oder Schnecke nach oben.

Die fehlenden Übergänge zwischen den einzelnen Runden kommen der Optik zwar zugute. Bei einem Farbwechsel werden sie aber zum Problem, weil der Übergang zur neuen Farbe deutlich sichtbar ist.

Abhilfe schafft diese Technik:

  • Die entsprechende feste Masche mit der bisherigen Farbe beginnen. Dazu die Nadel in die Masche einstechen, den Faden holen und durch die Schlinge ziehen.

  • Nun den Faden in der neuen Farbe nehmen und durch die beiden Schlingen auf der Nadel ziehen. Die Masche wird also in der neuen Farbe beendet.

  • Jetzt noch eine Kettmasche in die nächste Masche häkeln.

  • Danach mit der neuen Farbe in festen Maschen weiterarbeiten.

  1. Erst am Ende richtig ausstopfen.

In einer Anleitung ist in aller Regel angegeben, wann damit begonnen werden soll, die Figur mit Füllwatte auszustopfen. Ratsam an dieser Stelle ist aber, jetzt noch nicht zu viel Füllwatte hineinzugeben.

Wird die halbfertige Figur schon fest ausgestopft, wird es nämlich deutlich schwieriger, weiterhin feste Maschen zu arbeiten. Außerdem könnte sich das Gewebe zu sehr verziehen.

Besser ist deshalb, zwischendurch nur so viel Füllwatte hineinzugeben, wie notwendig ist, um die Figur zu formen. Nach jeder zweiten oder dritten Reihe, die fertig ist, kann etwas Füllwatte hinzugefügt werden. Erst nach der vorletzten Reihe oder unmittelbar vor dem Schließen wird die Figur so fest wie möglich ausgestopft.

Durch das kleine Loch kann es zwar etwas mühsamer werden, die Watte einzufüllen. Der Griff der Häkelnadel, ein Strohhalm, ein Schaschlikspieß oder ein ähnlicher Gegenstand erweisen sich dann aber als hilfreiche Werkzeuge.

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