Ein Stirnband häkeln – einfache Anleitung für Anfänger

Ein Stirnband häkeln – einfache Anleitung für Anfänger

Wer sich mit Mützen nicht anfreunden kann, findet mit einem Stirnband eine schöne Alternative. In der Übergangszeit, wenn es zwar noch frisch oder windig, für eine Mütze aber schon zu warm ist, sorgt ein Stirnband dafür, dass die Stirn und die Ohren nicht auskühlen. Ein Stirnband aus dünnerem Material kann ein Outfit prima aufpeppen oder die Frisur retten, wenn die Haare mal nicht sitzen.

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Ein Stirnband häkeln - einfache Anleitung für Anfänger

Beim Sport hält ein Stirnband die Haare aus dem Gesicht und kann außerdem den Schweiß aufnehmen. Kein Wunder also, dass Stirnbänder das ganze Jahr über zu den sehr beliebten Accessoires gehören.

Und das Beste ist: Stirnbänder lassen sich ganz einfach selbst herstellen. Wir zeigen in dieser Anleitung, wie auch echte Einsteiger mit wenigen Handgriffen tolle Accessoires zaubern können.

Also, los geht’s!

Die Materialien für ein Stirnband

  • Häkelgarn nach Wunsch

  • Häkelnadel, passend zum Garn

  • Nähnadel mit stumpfer Spitze

  • Maßband

  • Schere

Für das Stirnband eignet sich im Prinzip jedes Häkelgarn. Ein dickeres Garn sorgt dafür, dass das Stirnband mehr Volumen erhält und gut vor Kälte schützt. Bei Wolle sollte aber darauf geachtet werden, dass sie nicht unangenehm kratzt und problemlos gewaschen werden kann.

Für ein dünneres und leichteres Stirnband, das als Accessoire gedacht ist, ist ein Sommergarn eine gute Wahl. Wichtig ist nur, dass die Häkelnadel zum Garn passt. Welche Nadelstärke der Hersteller empfiehlt, ist auf der Banderole angegeben.

Bei einem Stirnband für einen Erwachsenen sollte ein 50-Gramm-Knäuel Garn ausreichen. Ein Stirnband für Kinder oder Babys kommt mit noch weniger Material aus. Wer möchte, kann für das Stirnband auch Wollreste verarbeiten. So entstehen hübsche Streifen. Allerdings sollten die Garne dann alle ungefähr gleich dick sein.

Die Häkelanleitung für ein Stirnband

Das Stirnband häkeln wir in Runden mit halben Stäbchen. Dadurch wird das Gewebe kompakt, aber nicht zu fest und steif. Größenangaben und Maschenzahlen gibt es in der Anleitung nicht.

Denn zum einen ist das nicht notwendig, weil sich die Größe ohnehin beim Häkeln ergibt. Zum anderen kann das Stirnband auf diese Weise aus jedem Garn und in jeder beliebigen Größe angefertigt werden, ohne dass etwas umgerechnet oder angepasst werden muss.

Die einzelnen Arbeitsschritte erklären wir ganz ausführlich. Schließlich sollen auch Anfänger die Anleitung problemlos nacharbeiten können. Aber fangen wir endlich an!

  1. Eine Luftmaschenkette häkeln

Die Basis für das Stirnband bildet eine Kette aus Luftmaschen. Doch zunächst einmal wird der Kopfumfang gemessen. Dieser Wert bestimmt darüber, wie lang die Luftmaschenkette werden muss.

Wer das Stirnband für sich selbst häkelt oder den künftigen Träger in seiner Nähe hat, kann die Luftmaschenkette auch einfach immer mal wieder um den Kopf legen und so prüfen, ob sie schon lang genug ist.

Für die Luftmaschenkette wird eine Anfangsschlinge gebildet. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten und jeder Häkler hat seine bevorzugte Methode. Die einfachste Version ist aber, einen lockeren Knoten in das Garn zu knüpfen. Die Häkelnadel wird dann in den Knoten eingeschoben und der Faden leicht angezogen.

Für die erste Luftmasche wird nun der Faden, der vom Knäuel kommt, mit dem Haken der Häkelnadel erfasst und durch die Schlinge auf der Nadel gezogen. Damit ist die erste Luftmasche auch schon fertig.

Für die nächste Luftmasche wird der Faden erneut erfasst und durch die Schlinge auf der Nadel geholt. Das wird nun solange fortgesetzt, bis die Luftmaschenkette die benötigte Länge erreicht hat.

  1. Die Luftmaschenkette zum Ring schließen

Wir häkeln das Stirnband in Runden. Dadurch hat es gleich die richtige Form und muss später nicht zusammengenäht werden. Damit rund gehäkelt werden kann, muss die Luftmaschenkette aber zu einem Ring werden. Das erfolgt mithilfe einer Kettmasche.

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Dazu wird der Anfang der Luftmaschenkette in die Hand genommen. Dann wird die Häkelnadel durch die erste Luftmasche gestochen und der Faden geholt. Wichtig dabei ist, darauf zu achten, dass die Luftmaschenkette nicht verdreht ist.

Nachdem der Faden durch die erste Luftmasche geholt ist, liegen zwei Schlingen auf der Nadel, nämlich die letzte und die erste Luftmasche der Kette. Nun den Faden mit dem Haken greifen und durch die beiden Schlingen ziehen.

  1. Die erste Runde mit halben Stäbchen häkeln

Die erste Runde beginnt mit drei Luftmaschen. Sie werden in die Schlinge gearbeitet, die auf der Nadel liegt. Die Luftmaschen am Anfang sind notwendig, um auf die richtige Höhe zu kommen.

Als nächstes wird ein Umschlag gemacht. Dazu den Faden einmal von hinten nach vorne um die Häkelnadel legen. Der Umschlag sieht dadurch aus wie eine Schlinge.

Dann wird die Nadel durch die nächste Luftmasche der Kette geschoben, der Faden erfasst und durch die Masche geholt. Dadurch befinden sich drei Schlingen auf der Nadel, nämlich die ursprüngliche Schlinge, der Umschlag und die eben geholte Masche. Jetzt den Faden erneut greifen und auf einmal durch alle drei Schlingen ziehen. Das halbe Stäbchen ist damit fertig.

Auf die gleiche Art und Weise wird dann in jede Luftmasche ein halbes Stäbchen gehäkelt. Also immer einen Umschlag um die Nadel legen, die nächste Luftmasche als Schlinge auf die Nadel holen und den Faden durch die drei Schlingen auf der Nadel ziehen.

Ist die letzte Luftmasche erreicht, wird die Runde wieder mit einer Kettmasche geschlossen. Dazu die Häkelnadel in die nächste Luftmasche führen und den Faden holen. Danach den Faden erneut greifen und durch die beiden Schlingen ziehen.

  1. Weitere Runden häkeln

So wie die erste Runde werden auch alle weiteren Runden gearbeitet. Der einzige Unterschied ist, dass am Anfang statt drei nur zwei Luftmaschen gehäkelt werden. Jede Runde beginnt also mit zwei Luftmaschen. Dann folgen halbe Stäbchen in die Maschen der Vorrunde. Zum Schluss wird die Runde mit einer Kettmasche beendet.

Die Anzahl der Runden richtet sich danach, wie breit das Stirnband werden soll. Wer sein Stirnband mit bunten Streifen arbeiten möchte, wechselt die Farbe am besten jeweils am Ende einer Runde.

Dazu den bisherigen Faden nach der Kettmasche fallenlassen und mit dem neuen Faden die Luftmaschen der nächsten Runde arbeiten.

  1. Das Stirnband in der Mitte raffen

Hat das Stirnband die gewünschte Breite, sollten zunächst lose Fäden von Garnwechseln auf der Rückseite vernäht werden. Dann kann der Faden nach der letzten Kettmasche abgeschnitten werden. Dabei den Faden aber so abschneiden, dass er etwa 50 cm lang ist.

Nun wird der Faden zuerst durch die Schlinge geführt und angezogen. Anschließend das Stirnband mit den Fingern etwas zusammendrücken und den Faden um diese Stelle herumwickeln.

Dadurch erinnert das Stirnband an eine Schleife. Gleichzeitig verschwinden die Übergänge zwischen den Runden unter der Wicklung. Zum Schluss muss nur noch der Faden vernäht werden. Damit ist das Stirnband fertig!

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Hallo, mein Name ist Gabi und ich bin 1968 geboren. Meine Töchter und ich schreiben hier, mit Ferya Gülcan (Betreiberin dieser Webseite und Redakteurin, sowie Sevil Kur vom Youtubekanal Sevilart, für euch diverse Anleitungen, Übungen und Tipps zum Thema Häkeln. Häkelarbeiten und Handarbeiten waren schon berufsbedingt mein Steckenpferd, als Inhaberin eines kleinen Handarbeitsladen für Wolle und Co. So hoffe ich von Groß bis Klein, jeden die verschiedensten Häkeltechniken nahe zu bringen.

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