Die richtige Häkelnadel finden – Infos und Tipps dazu

Die richtige Häkelnadel finden – Infos und Tipps dazu 

Im Prinzip werden für das Häkeln neben einer guten Idee oder einer Anleitung nur Wolle und eine Häkelnadel benötigt. So einfach, wie das nun klingt, ist es in der Praxis allerdings nicht. Die optimale Nadelstärke für das verwendete Garn steht zwar auf der Banderole, aber die Nadelstärke ist nicht alles. Häkelnadeln als solches gibt es nämlich in vielen verschiedenen Ausführungen und Varianten. 

 

Eine Häkelnadel für sich zu finden, die gut in der Hand liegt, ist sehr wichtig. Andernfalls wird das Häkeln auf Dauer nämlich keinen Spaß machen. Aber wie sollte dabei vorgegangen werden?

Hier ein paar Infos und Tipps zum Finden der richtigen Häkelnadel:   

Wie eine Häkelnadel aufgebaut ist

Eine Häkelnadel setzt sich aus drei Teilen zusammen, nämlich dem Haken, dem Schaft und dem Griff. Je nach Ausführung bestehen alle drei Teile aus Metall, Kunststoff, Holz oder Bambus oder der Haken und der Schaft sind aus Metall gefertigt, während der Griff aus Kunststoff besteht.

·         Der Haken der Häkelnadel wird verwendet, um den Faden zu holen und zu halten. Wichtig ist deshalb, dass der Haken den Faden einerseits gut greifen kann. Andererseits sollte der Faden aber auch problemlos über den Haken gleiten können. Ist die Öffnung des Hakens zu weit oder zu flach, findet der Faden keinen richtigen Halt und rutscht ab. Ist die Öffnung zu eng oder zu tief, kann es passieren, dass der Faden stecken bleibt und sich nur schwer abketten lässt. Ist der Haken zu spitz, kann er wiederum das Garn beschädigen.

·         Der Schaft ist der Teil der Häkelnadel zwischen dem Haken und dem Griff. Der Haken und der Schaft sind in aller Regel aus demselben Material gefertigt. Beim Schaft ist zum einen wichtig, dass das Garn darüber gleiten kann, ohne hängen zu bleiben. Zum anderen spielt die Länge des Schafts eine wichtige Rolle. Je länger der Schaft ist, desto tiefer kann die Häkelnadel in die Häkelarbeit eingestochen werden. Zudem ist ein längerer Schaft hilfreich, wenn der Häkler lieber einen größeren Abstand zwischen Faden und Häkelarbeit lässt, den Faden also nicht direkt hinter dem Häkelstück hält. 

·         Der Griff ist der Teil der Häkelnadel, der beim Häkeln die ganze Zeit über in der Hand gehalten wird. Deshalb sind beim Griff der Umfang, die Länge, das Material und die Form von Bedeutung. Pauschale Tipps lassen sich hier kaum nennen, denn jeder muss selbst ausprobieren und entscheiden, welcher Griff am besten zu seiner Handhaltung passt. Eine kleine Orientierungshilfe bieten aber Schreib- und Zeichenstifte. Hiermit kann der Häkler nämlich ausprobieren, ob er mit dünnen, dickeren oder ergonomisch geformten Stifte am besten zurechtkommt. 

Worauf es bei einer Häkelnadel ankommt

Eine Häkelnadel sollte es ermöglichen, das Garn leicht zu verarbeiten. Gleichzeitig sollte sie gut in der Hand liegen, so dass die Handhaltung auch nach längerem Häkeln noch bequem ist und die Finger nicht wehtun.

Bei der Auswahl der Häkelnadel ist deshalb wichtig, darauf zu achten, dass

·         der Haken so geformt ist, dass der Faden gut gegriffen und geführt werden kann, ohne dass er abrutscht oder stecken bleibt.

·         der Haken und der Schaft eine glatte Oberfläche aufweisen. Raues Metall, Holz oder Kunststoffnähte könnten dazu führen, dass der Faden nicht richtig über die Häkelnadel gleiten kann.

·         der Schaft eine bequeme und zum eigenen Häkelstil passende Länge aufweist.

·         die Nadelstärke solide aufgebracht ist. Am besten ist eine Beschriftung, die sich als Gravur oder Relief auf der Häkelnadel befindet. Ist die Nadelstärke nur aufgedruckt oder als dünne Folie aufgeklebt, reibt sie sich recht schnell ab und ist dann nicht mehr zu erkennen.

·         der Griff bequem und stabil ist. Außerdem sollte die Häkelnadel so verarbeitet sein, dass sich der Griff nicht löst.   

Welche Häkelnadel wofür geeignet ist

Es gibt ein paar grundlegende Empfehlungen, was die Wahl der Häkelnadel betrifft. So sind bei kleinen Nadelstärken bis 2mm Häkelnadeln aus Metall am besten geeignet. Metallhäkelnadeln brechen nicht so schnell und neigen auch nicht so sehr dazu, sich zu verbiegen. Sollte es trotzdem einmal passieren, können sie eingespannt und vorsichtig wieder zurückgebogen werden.

Bei mittleren Nadelstärken zwischen 2,5mm und 5mm haben sich Häkelnadeln aus Metall mit Kunststoffgriff am besten bewährt. Sie liegen gut und bequem in der Hand und verbiegen sich nicht. Ob die Wahl auf einen schlichten Kunststoffgriff, einen Softgriff oder einen ergonomisch geformten Griff fällt, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen. Wichtig ist nur, dass die Häkelnadel solide verarbeitet ist, damit der Griff nicht irgendwann abfällt.

Bei großen Nadelstärken ab 6mm wird die Wahl zwangsläufig auf eine Häkelnadel aus Kunststoff, Holz oder Bambus fallen. Häkelnadeln komplett aus Metall oder aus Metall mit Kunststoffgriff gibt es in diesen Größen nämlich kaum. Die Dicke sorgt dafür, dass die Häkelnadeln nicht brechen, egal aus welchem Material sie bestehen. Wichtig ist aber, auf eine glatte Oberfläche ohne störende Nähte zu achten.

Letztlich muss allerdings jeder Häkler für sich selbst ausprobieren, mit welcher Häkelnadel er am besten arbeiten kann. Wer unsicher ist oder erst einmal verschiedene Häkelnadeln testen möchte, kann sich an ein Fachgeschäft, ein Handarbeitscafé oder eine Häkelgruppe wenden. Sie gibt es mittlerweile in nahezu jedem größeren Ort.

Dort kann der Häkler dann nicht nur verschiedene Varianten von Häkelnadeln kennenlernen, sondern auch unterschiedliche Handhaltungen lernen und sich den einen oder anderen Tipp holen. Vielleicht wird aber auch im Bekanntenkreis gehäkelt, so dass der Häkler auch hier ein wenig experimentieren kann. Außerdem kann es sich lohnen, auf Flohmärkten, in Internetauktionen oder in den Kleinanzeigen der Zeitung zu stöbern. Manchmal werden hier ganze Häkelnadel-Sammlungen angeboten, die oft schon für ein paar Euro zu haben sind.

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