Applikationen häkeln – Anleitung für ein Segelboot

Applikationen häkeln: Anleitung für ein Segelboot 

Applikationen eignen sich hervorragend, um schlichte Häkelarbeiten zu verzieren. Ein beliebtes Motiv für gehäkelte Applikationen sind Blüten, die in den verschiedensten Formen und Farben angefertigt und anschließend auf beispielsweise Taschen, Kissenhüllen, Topflappen, Mützen oder Pullover genäht werden. 

 

Aber auch als Geschenkanhänger, als Verzierung für Grußkarten und andere Bastelarbeiten, als Schlüsselanhänger, als Mobile oder als dekorativer Flicken auf Kleidungsstücken sind Häkelblumen bestens geeignet.

Um etwas Abwechslung in die Sache zu bringen, soll es in dieser Anleitung zwar ebenfalls um eine gehäkelte Applikation gehen, allerdings in Form eines Segelbootes. Dieses lässt sich natürlich ebenso vielseitig verwenden und sorgt dabei für einen schönen, sommerlich-maritimen Look. 

Die Materialien für ein Segelboot

Für das Segelboot werden Garn in zwei verschiedenen Stärken und Farben sowie dazu passende Häkelnadeln benötigt. Aus dem dickeren Garn wird das eigentliche Boot samt Mast gehäkelt. Stilecht wird das Segelboot, wenn hierfür braunes Garn verwendet wird, aber natürlich ist genauso gut auch jede andere Farbe möglich.

Das oder die Segel werden aus dünnerem, am besten weißem oder cremefarbenem Garn gefertigt. Neben den Garnen und den Häkelnadeln kommen eine Schere und eine Nadel zum Vernähen des Fadens zum Einsatz. 

Die verwendeten Maschenarten beim Segelboot

Das Segelboot wird mit zwei Maschenarten gehäkelt, nämlich zum einen mit Luftmaschen und zum anderen mit festen Maschen:

·         Um die erste Luftmasche zu häkeln, wird das Garn zu einer Schlinge geformt. Dann wird die Häkelnadel durch diese Schlinge geführt und der Faden mithilfe der Häkelnadel durch die Schlinge nach vorne geholt. Die erste Luftmasche ist damit fertig. Für jede weitere Luftmasche wird die Nadel von unten hinter den Faden geführt und der Faden mit der Häkelnadel durch die Schlinge nach vorne gezogen.

·         Für eine feste Masche wird die Häkelnadel in eine Masche der Vorreihe eingestochen und der Faden wie bei einer Luftmasche durchgezogen, um eine Schlinge zu bilden. Auf der Häkelnadel befinden sich damit zwei Schlingen. Dann wird der Faden mithilfe der Häkelnadel durch diese beiden Schlingen gleichzeitig nach vorne geholt. Danach liegt wieder nur noch eine Schlinge auf der Häkelnadel und die feste Masche ist fertig.   

Die Anleitung zum Häkeln für ein Segelboot

Das Segelboot wird in zwei Teilen gehäkelt. Zuerst wird das Boot angefertigt, danach ist das Segel an der Reihe. Die Größe des Segelschiffs kann passend zum Verwendungszweck festgelegt werden. Als Verzierung auf einem Topflappen, einer Grußkarte oder als Geschenkanhänger kann es kleiner angefertigt werden, während auf Kleidungsstücken oder Kissenhüllen auch ein größeres Schiff chic aussieht.

Einfluss auf die Größe hat aber auch das verwendete Garn, denn je dicker das Garn ist, desto weniger Maschen werden benötigt. Die Anzahl der Maschen und Reihen in dieser Anleitung ist also nur als Beispiel zu verstehen und kann beliebig variiert werden, um das Segelschiff größer oder kleiner anzufertigen.  

1. Schritt: das Boot und den Mast häkeln

Für den Rumpf des Bootes werden 16 Luftmaschen mit dem dickeren Garn angeschlagen. Anschließend wird eine weitere Luftmasche zum Wenden gearbeitet und die Arbeit wendet. Nun wird in jede Luftmasche eine feste Masche gehäkelt. Am Ende der Reihe angekommen, werden zwei Luftmaschen gearbeitet. Eine Luftmasche dient als Wendeluftmasche, die andere Luftmasche sorgt dafür, dass das Boot nach oben hin breiter wird.

Nun werden wieder alle Maschen als feste Maschen gehäkelt und die Reihe wird erneut mit einer zusätzlichen Luftmasche und einer Wendeluftmasche abgeschlossen. Dies wird nun sooft wiederholt, bis zehn Reihen gehäkelt sind.   Die elfte Reihe wird nur zur Hälfte gehäkelt. Wenn die Mitte der Reihe erreicht ist, wird nämlich der Mast gearbeitet. Dazu wird eine Kette aus 15 Luftmaschen gehäkelt. Damit sind der Bootsrumpf und der Mast fertig.

Der Faden kann nun abgeschnitten und vernäht werden. Wer möchte, kann aber noch eine kleine Fahne an den Mast anbringen. Dazu werden in die letzte Luftmasche des Mastes drei feste Maschen gehäkelt. Anschließend wird die Häkelarbeit gewendet und in der nächsten Reihe werden zwei feste Maschen gearbeitet. Die zusätzliche Luftmasche zum Wenden wird dabei weggelassen. In der dritten Reihe wird dann noch eine feste Masche gehäkelt und damit ist das kleine Fähnchen fertig. 

2. Schritt: das Segel häkeln

Das Segel wird mit dem dünneren Garn gehäkelt. Die Anzahl der Maschen und der Reihen muss nicht gezählt werden, denn das Segel schließt direkt an den Bootsrumpf und den Mast an. Durch das Häkeln in Reihen ergibt sich die Form automatisch.

Für das Segel wird die Häkelnadel nun in der Mitte der Häkelarbeit eingestochen, also in die Masche, an der der Bootsrumpf und der Mast aufeinandertreffen. Da das Garn dünner ist als das Garn, aus dem das Boot besteht, werden in diese Masche und alle weiteren Maschen dieser Reihe, je nach Garnstärke, zwei oder drei Maschen gehäkelt. Die Reihe endet an der Stelle, an der auch der Bootsrumpf endet. Dann wird die Häkelarbeit gewendet und nun geht es mit festen Maschen zurück in Richtung Mast. Die letzte Masche dieser Reihe verbindet das Segel mit dem Mast.

Nun geht es in Hin- und Rückreihen weiter, bis das Ende des Mastes erreicht ist. Damit das Segel nach oben hin schmaler wird, wird aber jede Reihe mit einer Masche weniger gehäkelt. Die letzte Masche auf der Außenseite wird also weggelassen. Das Segelboot ist damit fertig. Wer möchte, kann aber auch ein zweites Segel häkeln. Dieses wird genauso gearbeitet wie das erste Segel, nur eben auf der anderen Seite des Mastes.

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